Der Schwarzwald – eine Landschaft, die auch voller G’schichtle steckt. Lustige, traurige, geheimnisvolle, sagenhafte, kuriose, spannende, rekordverdächtige. . . Ständig kommen neue dazu. Doch lesen Sie selbst.

Na, mal Lust, dem Schwarzwald aufs Dach zu steigen? Kein Problem: Der Feldberg macht es möglich. Wobei wir im Schwarzwald uns – wir geben es ja zu – nicht kleiner machen wollen, als wir sind: Wer oben auf dem Gipfel steht, steht nicht nur mit 1493 Metern auf dem Höchsten, was der Schwarzwald zu bieten hat, sondern diese 1493 Meter sind zugleich auch der höchste Punkt Baden-Württembergs. Und das ist noch immer nicht genug. Der Feldberg ist auch der höchste Mittelgebirgsgipfel Deutschlands. Und um eine seiner Attraktionen dreht sich unsere heutige G’schichtle – seinen Turm.

Der 24. Februar 1844 ist ein schwarzer Tag in der Geschichte des Schwarzwalds. An diesem Abend ereignete sich das bis heute schwerste Lawinenunglück Deutschlands – nicht in den Alpen, sondern hier bei uns: im Wagnerstal bei Neukirch, einem Ortsteil von Furtwangen. 17 Menschen verloren ihr Leben.

Das Bild oben ist ein Bild, das 1896, also vor genau 130 Jahren entstand und uns einen Blick zurück in den winterlichen Schwarzwald ermöglicht. Eine Zeit, dedieser Text – ein Winterblick zurück in eine Zeit, in der der Kirchgang im Schwarzwald ermöglicht. Eine Zeit, in der der traditionelle sonntägliche Kirchgang nicht nur der Seele, sondern auch dem Geldbeutel diente.

Er ist schlicht und klein. Vielleicht strahlt der kleine Friedhof gerade deshalb eine Atmosphäre aus, die den Besucher berührt, gefangen nimmt, ihn innehalten und darüber nachdenken lässt, welche Geschichte sich wohl mit diesem Friedhof und den Menschen verbindet, die hier ihre letzte Ruhe fanden.

Wer heute durch die Wutachschlucht, den „Grandd Canyon Deutschlands“, wandert, denkt wohl kaum daran, dass es hier einst ein mondänes Kurbad gab. Bad Boll hieß der Ort – und er lockte Gäste aus aller Welt. Heute zeugen nur noch die kleine Kapelle und die sprudelnde Quelle von der glanzvollen Vergangenheit.

Ja, die Schwarzwälder – manchmal sind sie eben von der besonders schnellen Sorte. So schnell, dass einer von ihnen Geschichte schrieb: Am 16. Mai 1895 erhielt Alexander Gütermann als erster Mensch weltweit einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens.

In der Christnacht herrscht in Endingen am Kaiserstuhl keineswegs die Ruhe, die auf diesem Bild zu sehen ist. Auch in diesem Jahr werden die Brunnen um Mitternacht wieder von vielen Menschen umringt sein, die das „Heiliwog“ – das heilige Wasser – in Krüge füllen, um es mit nach Hause zu nehmen.

Na, haben Sie schon mal vom Bibeleskäs gehört? Nein? Nun, dann waren Sie vermutlich noch nie in unserem schönen Schwarzwald und der Gegend „drumrum“. Es handelt sich nämlich um eine einfache, aber wirklich leckere Spezialität aus den badischen Landen, die hier unglaublich viele Fans hat.

Er ist etwas ganz Außergewöhnliches im Schwarzwald: der Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeinde in Königsfeld. Der Unterschied fängt schon beim Namen an. Der Friedhof heißt hier nicht Friedhof, sondern Gottesacker. Wohl niemand, der diesen unter Denkmalschutz stehenden Ort betritt, wird sich der ihm innewohnenden, ganz besondere Atmosphäre entziehen können und wollen. Am Ostersonntag kommt dem Gottesacker dabei noch eine ganz besondere Bedeutung zu.

Noch bis Ostern gilt es durchzuhalten. Dann ist die Fastenzeit wieder vorbei. Doch wussten Sie, warum in diesen Tagen der Verzehr von Fisch erlaubt ist und der von Fleisch nicht? Diese und andere Fragen werden beantwortet, wenn man sich näher mit der Geschichte von Kloster Maulbronn und deren Zisterzienser-Mönchen beschäftigt.

2023 sind es genau 32 Jahre her, seit ein kleineres, doch eher unscheinbare Gebäude in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit rückte. Die Rede ist von der Rußhütte in Enzklösterle im Nordschwarzwald.

Für viele ist die Neujahrsnacht – wenn’s ums Aufbleiben geht – die längste des Jahres. Schließlich will man ja den Jahreswechsel miterleben. Wie gut, dass man am Neujahrsmorgen so richtig lange ausschlafen kann. Es sei denn, Sie leben in Villingen oder sind dort gerade zu Besuch.

Auf den ersten Blick mag dieser Ausflugstipp für manchen sogar etwas Makabres an sich haben. Schließlich ist die Begegnung mit dem Tod nicht jedermanns Sache. Doch der Tod gehört zum Leben und hat die Menschen schon immer beschäftigt. Ein Beispiel dafür ist der Bleibacher Totentanz in der Beinhaus-Kapelle in der St. Georg-Kirche in Gutach-Bleibach im Breisgau nahe Freiburg.

Nein, übersehen kann man ihn wirklich nicht. Die Rede ist vom Isteiner Klotz, einem markanten Bergrücken, der im Markgräflerland zwischen den Dörfern Istein und Kleinkrems fast 93 Meter in den Himmel ragt.

Tja, der Schwarzwald war eben schon immer ein bisschen was Besonderes. Dies gilt auch für das Erbrecht. Hier galt in den meisten Regionen bis weit in das 20. Jahrhundert hinein das sogenannte „Anerbenrecht“.

Wer weiß, wie es in Bad Dürrheim heute aussehen würde,

Wenn der Nachtwächter heute nächstens seine Runden durch die Gassen

„Die Veredelung von Produkten im Holzfass ist seit jeher eine hohe Kunst. Das gilt besonders für Obstbrände, denn nicht jede Frucht eignet sich für die Reifung im Fass“.

Ja, ja, der Markgraf Karl Wilhelm von Baden: Er machte sich nicht nur als Erbauer des Schlosses und als Stadtgründer Karlsruhes vor mehr als 300 Jahren einen Namen, sondern auch sein Liebesleben sorgte damals für jede Menge Klatsch und Tratsch.

Sie ist etwas ganz Besonderes, gehört sie im Schwarzwald doch zu den wichtigsten Wallfahrsorten der Erzdiözese Freiburg. Die Rede ist von der auf dem Lindenberg bei St. Peter schön gelegenen Wallfahrtskirche Maria Lindenberg. Von ihr bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf die Berge und Täler des Schwarzwalds bis hin zu den Vogesen.

Haben Sie schon einmal von den Rasslern gehört? Nein? Nun, dann sollten Sie vielleicht doch mal in der Pforzheim, dem „Tor zum Schwarzwald“ vorbeischauen.

Nein, ein Vergnügen war dies für die Bäuerin und die Magd in früheren Zeiten ganz sicher nicht. Die Rede ist vom Kochen in den Küchen der alten Schwarzwälder Bauernhöfe.

Das Sätzchen „Es geht aus wie das Hornbergerschießen“ ist in der deutschen Sprache längst zum geflügelten Wort geworden, hat sogar in Schillers „Räuber“, eines der berühmtesten Werke der klassischen deutschen Literatur Eingang gefunden und wird bis heute immer dann verwendet, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, bei der dann aber letztlich nichts dabei herauskommt. Das im Ortenaukreis im Mittleren Schwarzwald gelegene Städtchen Hornberg jedenfalls ist mit dieser Geschichte richtig berühmt geworden.

2021 sind es genau 30 Jahre her, seit ein kleineres, doch eher unscheinbare Gebäude in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit rückte. Die Rede ist von der Rußhütte in Enzklösterle im Nordschwarzwald.

Sie sind schon etwas ganz besonders: die Giersteine bei Bermersbach oberhalb des Murgtals. Mystisch und geheimnisvoll haben sie die Fantasie der Menschen schon immer angeregt. Nicht von ungefähr sind sie ein viel besuchtes Ausflugsziel in der Ferienregion Forbach im Nordschwarzwald.

Sein Ruf reicht weit hinaus ins Land. Und vielleicht ist der Hirsch, der da hoch oben auf einem mächtigen Felsvorsprung im Höllental im südlichen Schwarzwald steht und über die Schlucht zu wachen scheint, sogar der berühmteste in ganz Deutschland.

Die Sage von der versunkenen Stadt im Titisee kennt fast jeder. Aber stimmt die Geschichte wirklich? Na ja . . . Ist ja eine Sage. Aber wir haben den Ort gefunden, an dem wesentliche Schwarzwaldteile tatsächlich im See versanken! Und das ist noch nicht einmal so lange her, passierte erst vor etwas mehr als 50 Jahren.

Der Titisee ist ganz sicher der berühmteste und meist besuchteste See im Schwarzwald. Doch die wenigstens wissen, dass sich auf dem tiefen Grunde die Überreste einer versunkenen Stadt befinden.

Über Jahrhunderte hieß das Höllental im Schwarzwald Falkensteiner Tal, war also nach dem Geschlecht benannt, das auch der Burg den Namen gab: den Falkensteinern. Sie waren ursprünglich treue Gefolgsleute der Zähringer. Von der Burg ist heute leider nicht mehr viel zu sehen. Die Freiburger zerstörten sie, nachdem aus den einst treuen Falkensteiner Gefolgsleuten Raubritter geworden waren.

85 Jahre sind es 2021 jetzt her, seit der Tod von fünf englischen Schülern die Welt erschütterte. Sie starben am Schauinslands. Der Schwarzwaldberg vor den Toren Freiburgs wurde für sie am 17. April 1936 zur weißen Hölle wurde. Wären da nicht die Retter aus dem kleinen Dörfchen Hofsgrund gewesen, wäre die Katastrophe mit Sicherheit noch eine viel Größere geworden.