Entlang der beiden Fernwanderwege wurden insgesamt 193 neue Schilder installiert – Sektorenwegweiser, Notruftafeln und Infotafeln. Die Montage erfolgte überwiegend durch die ehrenamtlichen Ortsgruppen der Bergwacht Schwarzwald. Dabei wurde erneut sichtbar, wie wichtig deren Einsatz ist. Oder wie es Corinna Steinkopf, Leiterin der Abteilung Tourismus im Amt für Wirtschaft und Mobilität, formuliert: „Die Bergwacht Schwarzwald leistet ehrenamtlich eine unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit in der Region.“
Rettungssystem auf Schluchtensteig modernisiert
Auf dem Schluchtensteig wurde die komplette, veraltete Sektoreneinteilung modernisiert. Die neuen Markierungen sind einheitlich gestaltet, gut sichtbar und klar strukturiert. Jeder Sektor umfasst etwa einen Kilometer und trägt einen Buchstaben – eine einfache, aber wirkungsvolle Orientierungshilfe.

20 Notruftafeln auf dem Albsteig
Der Albsteig erhielt erstmals ein eigenes Rettungssystem. Hier wurden 20 Notruftafeln angebracht, die als eindeutige Standortpunkte dienen. Ergänzt wird das Ganze durch vier Infotafeln an den Start- und Endpunkten, die das System erklären und Wandernde vorab informieren.
Warum das wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Realität in den Schluchten und Waldpassagen des Südschwarzwalds: In vielen Bereichen gibt es kaum Mobilfunkempfang. Wer verunglückt, kann oft erst nach einigen hundert Metern überhaupt einen Notruf absetzen. Die automatische Handyortung funktioniert in diesen Tälern nur eingeschränkt, und viele Wandernde wissen im Ernstfall nicht genau, wo sie sich befinden.
Präzise Standortangabe möglich
Die neuen Rettungssektoren und Notruftafeln schließen genau diese Lücke. Sie ermöglichen eine präzise Standortangabe, selbst wenn der Notruf erst später abgesetzt werden kann. Für die Bergwacht bedeutet das: weniger Suchaufwand, kürzere Wege, schnellere Hilfe. Gerade in schwer zugänglichen Bereichen, in denen jede Minute zählt, ist das ein deutlicher Sicherheitsgewinn für alle, die auf Schluchtensteig und Albsteig unterwegs sind.






