Foto: Stadt Hüfingen
Auf solche Bilder wie diese müssen wir aus Hüfingen leider verzichten. Der ganz große Teppich kann mangels Blüten dieses Jahr nicht leider nicht gelegt werden.. Aber die vor den vier Altären gibt es. Und auch die sind wunderschön. Auch beim Begleitprogramm gibt es keine Einschränkungen.
Auf solche Bilder wie diese müssen wir aus Hüfingen leider verzichten. Der ganz große Teppich kann mangels Blüten dieses Jahr nicht leider nicht gelegt werden.. Aber die vor den vier Altären gibt es. Und auch die sind wunderschön. Auch beim Begleitprogramm gibt es keine Einschränkungen.
Foto: Stadt Hüfingen

Fronleichnam 2026: Die 7 schönsten Prozessionen im Schwarzwald

2. Juni 2026
Fronleichnam – ja, am 4. Juni ist es dieses Jahr wieder soweit. In vielen katholischen Gemeinden des Schwarzwalds ist der kommende Donnerstag ein ganz besonderer Tag. Vielerorts ist er mit einer Prozession und wunderbar geschmückten Blumenteppichen verbunden. Wir haben für euch einmal sieben Orte ausgeguckt, die sich durch besonders schöne Fronleichnamsfeierlichkeiten und Blumenteppiche auszeichnen. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe weiterer Prozessionen. Wunderbares, gelebtes christliches Brauchtum.

Hüfingen – Frühaufsteher und Blütentradition

In Hüfingen beginnt Fronleichnam eigentlich lange vor Sonnenaufgang. Schon Tage vorher ziehen die Menschen mit Körben über die Wiesen, um Blüten zu sammeln. Ab vier Uhr morgens knien sie dann auf dem Asphalt und legen die kunstvollen Teppiche – für viele der schönste Moment des Jahres. Dieses Mal allerdings fällt der berühmte, 500 Meter lange Hauptteppich aus: Es gibt schlicht zu wenige Blüten. Stattdessen konzentriert sich alles auf die vier prachtvollen Altarteppiche – aber die können sich dann auch wirklich sehen lassen.

Die feierliche Prozession durchs Städtle startet um 8.30 Uhr in der Kirche St. Verena. Nach der Prozession findet der Festgottesdienstin der Kirche statt, ehe die Gemeinde zum gemütlichen Beisammensein auf den Kirchplatz einlädt. Platzkonzert, Führungen, Andachten – in Hüringen wartet ein ganzer Tag voller Atmosphäre auf euch..

Villingen – Blütenmeer in der Altstadt

Villingen verwandelt sich an Fronleichnam in ein farbiges Festbild. Ab fünf Uhr morgens legen Helferinnen und Helfer in der historischen Innenstadt die Blumenteppiche, besonders in der Rietstraße.

Um 8.30 Uhr beginnt das gemeinsame Hochamt aller Pfarreien auf dem Münsterplatz, anschließend zieht die Prozession durch die geschmückten Gassen. Altäre, Brunnen, Hauseingänge – alles blüht. Bis 18 Uhr können die Teppiche bewundert werden, bevor der Abbau beginnt.

Glottertal – Trachten, Tradition, Gemeinschaft

Der „Herrgottstag“ gehört im Glottertal zu den Höhepunkten des Jahres. Nach der Eucharistiefeier um 7.30 Uhr setzt sich die Prozession gegen 8.30 Uhr in Bewegung. Vier Altäre, kunstvolle Blumenteppiche, frisches Tannengrün – der ganze Ort ist geschmückt.

Besonders eindrucksvoll: die Vielfalt der Trachten. Vereine, Feuerwehr, Landjugend – alle sind dabei. Unverheiratete junge Frauen tragen die Mutter‑Gottes‑Statue, ein alter Brauch, der bis heute gepflegt wird. Die Blumenteppiche bleiben bis zum Nachmittag liegen.

In Glottertal gehört auch die von Trachtenträgerinnen getragene Marienenfigur zur Fronleichnamsprozession. Foto: Bernhard Würzburger

Bad Peterstal – Prozession und Salutschüsse

In Bad Peterstal beginnt der Festtag um 8.30 Uhr mit dem Hochamt in St. Peter und Paul. Danach zieht die Prozession durch den Ort – begleitet von Trachtenträgern, Blumenkindern und der Historischen Bürgermiliz.

Zum Abschluss gibt die Miliz vor der Kirche ihre traditionellen Salutschüsse ab. Am Nachmittag folgt ein weiterer Aufmarsch bis zum Seniorenzentrum, wo verdiente Kameraden geehrt werden. Ein lebendiges Stück Ortsgeschichte.

St. Peter – Geheimnistafeln und barocke Kulisse

St. Peter bietet eine der feierlichsten Prozessionen im Hochschwarzwald. Um 9 Uhr beginnt der Festgottesdienst in der prachtvollen Pfarr- und Seminarkirche. Danach zieht die Prozession vorbei an vier Altären, begleitet von der Trachtenkapelle.

Ein besonderer Schatz: die kunstvoll geschnitzten Geheimnistafeln aus dem 18. Jahrhundert, geschaffen von Matthias Faller und Johann Baptist Meinrad. Die Altäre werden von Familien und Hausbesitzern liebevoll geschmückt – ein Dorf im Festkleid.

St. Märgen – Tradition mit besonderer Ausstrahlung

In St. Märgen spielen die historischen Geheimnistafeln ebenfalls eine zentrale Rolle. Nach dem Gottesdienst in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt führt die Prozession durch den Ort, vorbei an vier prachtvoll geschmückten Außenaltären und kunstvollen Blumenteppichen.

Der Klosterhof wird zusätzlich mit einem großen Teppich ausgelegt – ein beeindruckendes Bild vor der barocken Kulisse. Trachtenkapelle, Fahnenträger, Kerzenträger: Die Prozession zeigt, wie lebendig und kraftvoll das Brauchtum hier bis heute gepflegt wird, ohne museal zu wirken. Ein Fest, das seine Wurzeln kennt und gleichzeitig mitten im heutigen Dorfleben steht.

Zell a. H. Herrgottstag“ im Städtle mit Bürgerwehraufmarsch

Am Herrgottstag – Fronleichnam – werden in Zell am Harmersbach schon morgens um sechs Uhr drei Böllerschüsse abgefeuert und der Spielmannszug marschiert mit klingendem Spiel durchs Zeller Städtle. Der Fronleichnamstag beginnt dann mit der Begrüßung aller Formationen der Bürgerwehren vor dem Rathaus. Anschließend ist der Einmarsch in die Pfarrkirche St. Symphorian zum Hochamt mit Festpredigt. Nach der Heiligen Messe findet die traditionelle Prozession durch die geschmückte Zeller Hauptstraße statt. Die Eucharistiefeier beginnt um 9 Uhr, die Fronleichnams-Prozession ca. 10 Uhr.

Die beiden Bürgerwehren und drei Musikkapellen begleiten den gesamten Prozessionsweg zur Wallfahrtskirche zur Gebetsstation am St. Gallusheim und wieder zur Pfarrkirche zurück. Salven zu Ehren Gottes, ein Ehrensalut für die Geistlichkeit und zum Abschluss eine Fahnenparade mit Ehrensalve vor dem Rathaus geben dem „Herrgottstag“ im Zeller Städtle sein ganz besonderes Gepräge.

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