Schock in den frühen Morgenstunden
Was in den frühen Morgenstunden wie ein langwieriger Blackout aussah, konnte der Energieversorger Badenova bis zum Mittag unter Hochdruck fast vollständig lösen. Betroffen waren nach Polizeischätzungen bis zu 25.000 Menschen. Während im Freiburger Stadtgebiet bereits im Laufe des Vormittags die Lichter wieder angingen, mussten die Einwohner im östlichen Umland am längsten warten.
In Kappel, Buchenbach und vor allem Oberried arbeiten die Reparaturtrupps auch jetzt zur Mittagszeit noch an den letzten Leitungen. Das Ziel ist es, die letzten der gut 2.500 betroffenen Haushalte im Dreisamtal in diesen Minuten wieder komplett zu versorgen.
Uniklinik: Notbetrieb jetzt nicht mehr notwendig
Der Kurzschluss im Trafowerk hatte am Morgen auch das Universitätsklinikum Freiburg hart getroffen. Die Klinik musste zeitweise auf die Notstromversorgung umschalten und schränkte den Betrieb der Notaufnahme auf absolut lebensbedrohliche Fälle ein. Geplante Operationen wurden vorsorglich verschoben. Nach der schrittweisen Stabilisierung des Stromnetzes läuft der Klinikbetrieb nun seit dem späten Vormittag kontrolliert wieder in den Normalmodus hoch.
Dauerregen, Sturm: Einsatzkräfte weiter in Alarmbereitschaft
Auch wenn der Strom zurückkehrt, ist die Gefahr für die Infrastruktur noch nicht gebannt. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor schweren Sturmböen und anhaltendem Dauerregen in Südbaden. Da der Sturm erst im Laufe des Abends langsam nachlassen soll, rechnet die Feuerwehr Freiburg mit weiteren Einsätzen durch umgestürzte Bäume oder blockierte Straßen.
Die in den Stadtteilen Ebnet, Kappel und der Wiehre eingerichteten Notlaufstellen der Feuerwehr bleiben vorerst besetzt, da auch die lokalen Mobilfunknetze nach dem Blackout noch stellenweise instabil sind
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