Heute mehrere Demos
Hintergrund der landesweiten Protestwelle, zu der Gewerkschaften und Gruppierungen der „Gelbwesten“ aufgerufen haben, sind u.a. die massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten. In Straßburg schließen sich den Kundgebungen zudem zahlreiche Schülerinnen und Studierende an, die gegen soziale Härte und für bessere Bedingungen im Bildungssystem protestieren.
Letzte Woche: Verletzte und geplünderte Geschäfte
Die Angst vor einer neuen Eskalation ist groß: Am vergangenen Samstag waren in Straßburg bis zu 35.000 Menschen auf der Straße. Am Rande kam es zu heftigen Ausschreitungen, bei denen Geschäfte geplündert, Haltestellen angezündet und sogar das weltberühmte Münster mit Graffiti beschmiert wurden. Um eine Wiederholung dieser Szenen zu verhindern, greifen die Behörden an diesem Samstag hart durch. Unangemeldete Demos wurden verboten, und die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand.
Touristenmagnete ziehen die Notbremse
Für Touristen und Tagesausflügler bedeutet dies massive Einschränkungen: Ab 13 Uhr werden die beliebtesten Sehenswürdigkeiten abgeriegelt. Betroffen sind die Aussichtsplattform des Straßburger Münsters, die historische Wehrbrücke Barrage Vauban sowie fast alle städtischen Museen. Auch der beliebte touristische Minizug hat seinen Betrieb für den gesamten Samstag komplett eingestellt.
Märkte geschlossen
Wer auf den charmanten Wochenmärkten bummeln möchte, steht vor verschlossenen Plätzen. Die Stadtverwaltung hat sämtliche Märkte im Zentrum abgesagt, darunter den großen Markt auf der Place Kléber und den Trödelmarkt auf der Place des Tripiers.
Drohendes Verkehrschaos und verbarrikadierte Läden
Zusätzlich müssen sich Besucher auf ein Verkehrschaos einstellen. Die Verkehrsgesellschaft CTS warnt vor erheblichen Störungen, Umleitungen und kurzfristigen Ausfällen im gesamten Bus- und Tramnetz. In der Innenstadt haben viele Ladenbesitzer ihre Schaufenster vorsorglich mit Holzpalisaden verbarrikadiert. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die angekündigte Demoroute zu sichern. Ein Ausflug ins Elsass sollte daher dringend auf ein ruhigeres Wochenende verschoben werden.





