Einweihung mit großem Programm
Im Rahmen eines offiziellen Teils mit geladenen Gästen wird der Pfad ab 12.30 Uhr feierlich eröffnet. Ab 14 Uhr sind Urlaubsgäste und die einheimische Bevölkerung eingeladen, den Weg selbst zu erkunden. An der Hohtann erwartet die Besucher ein kleines, aber feierliches Rahmenprogramm mit interaktiven Angeboten des Biosphärengebiets Schwarzwald („Kleine Bastelwerkstatt mit Schätzen aus der Natur“) sowie von ForstBW (Holzsägen, Nagelstock). Für musikalische Unterhaltung sorgt die Bläserjugend Wieden von 16 bis 17 Uhr, die Verpflegung übernimmt die Langlaufgilde Hohtann.
Moderner Erlebnisweg ersetzt alten Pfad
Beim Langlaufzentrum Hohtann‑Belchen ist ein zeitgemäßer, interaktiver Erlebnispfad speziell für Familien entstanden. Der Rundweg startet am Parkplatz des Langlaufzentrums und führt über bestehende Pfade, Forstwege und Loipen. Der frühere Riesenregenwurmpfad im benachbarten Waldareal wurde vollständig zurückgebaut und durch den neuen, modernen Erlebnisweg ersetzt. Der Name „Riesenregenwurmpfad Belchen“ verweist auf den Badischen Riesenregenwurm, der als Hauptfigur und Leitmotiv des Weges dient.

Rolf‑Rosemarie und Belchi führen durch die Natur
Der Riesenregenwurm „Rolf‑Rosemarie“ begleitet Familien entlang des gesamten Weges und tritt an sechs interaktiven Stationen in Aktion. Seine Geschichte schafft eine lebendige Verbindung zur umgebenden Natur – mit einem Schwerpunkt auf dem Thema Wasser und seiner Bedeutung für den Lebenskreislauf. Unterstützt wird er von „Belchi“, dem Maskottchen der Schwarzwaldregion Belchen, das als Verbündeter des Regenwurms auftritt.
Zentrale Elemente des Pfads sind die Kugelbahnen am Wegrand, die den Spieltrieb der Kinder fördern. Ergänzt wird das Angebot durch fantasie‑ und motorikfördernde Spielstationen, eine Familienrallye sowie einen Pirschpfad, auf dem verschiedene heimische Tierarten entdeckt werden können.
Der Riesenregenwurm – ein Schwarzwald‑Unikum
Natürlich interessiert uns jetzt auch noch, was es mit dem Namensgeber des Pfades, dem Badischen Riesenregenwurm auf sich hat. Nun, das ist nicht irgendein Wurm, sondern der größte Regenwurm Europas. Unter den 41 Regenwurmarten, die in Deutschland vorkommen, ist der „Lumbricus badensis“ eine echte Ausnahmeerscheinung – sozusagen ein heimlicher Star der Schwarzwälder Bodenwelt.
Er kommt weltweit nur in Deutschland vor und dort ausschließlich in den Fichtenwäldern des Hochschwarzwalds rund um Feldberg, Belchen und Wiesental, oberhalb von etwa 1000 Metern. Bis zu 60 Zentimeter kann er groß werden und – man glaubt es kaum – bis zu 20 Jahre alt. Ein Methusalem unter den Regenwürmern. Genau diese Einzigartigkeit macht ihn zum idealen Namensgeber des neuen Erlebniswegs, der seine verborgene Welt spielerisch sichtbar macht.





