Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Winterdampf auf der Dreiseenbahn. Hier am Schluchsee. Auch das gehört zu den beliebten Angeboten auf der Strecke, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiern kann.
Winterdampf auf der Dreiseenbahn. Hier am Schluchsee. Auch das gehört zu den beliebten Angeboten auf der Strecke, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiern kann.
Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

2026: 100 Jahre Dreiseenbahn: Museumsbahn startet – Seebrugg plant Großes

7. Juli 2026
Der Hochschwarzwald hat in diesem Jahr allen Grund zum Feiern! Die Dreiseenbahn, die Bahnlinie, die diese Region so maßgeblich mitgeprägt und nach vorne gebracht hat, wird 100 Jahre alt. Und ja: Man sollte diese Strecke unbedingt einmal gefahren sein. Entweder mit dem „normalen“ Zug oder – was noch viel romantischer und schöner ist – mit der historischen Museumsbahn, die vom 19. Juli bis 13. September 2026 an jedem Sonntag sowie an drei Samstagen zwischen Titisee und Seebrugg verkehrt.

Fakten zur Bahnstrecke

Schauen wir uns die Linie einmal näher an. Die Dreiseenbahn ist eine 19,177 Kilometer lange, eingleisige und elektrifizierte Nebenbahn im Landkreis Breisgau‑Hochschwarzwald. Sie zweigt in Titisee von der Höllentalbahn ab und führt über vier Stationen bis nach Seebrugg. Feldberg‑Bärental und Seebrugg sind als Bahnhöfe ausgewiesen, Altglashütten‑Falkau und Schluchsee als Haltepunkte. Mit Feldberg‑Bärental liegt an der Strecke der mit 967 Metern höchstgelegene Bahnhof Deutschlands – ein Superlativ, den viele Fahrgäste gar nicht kennen.

Drei Seen auf 19 Kilometern

Auf ihrer Fahrt kommt die Bahn am Titisee, dem Windgfällweiher und dem Schluchsee vorbei, wobei spätestens jetzt klar sein dürfte, woher sie ihren Namen hat. Unser Tipp: Wenn ihr in Richtung Seebrugg unterwegs seid – schön rechts sitzen, dann rücken im Laufe der Fahrt alle drei Seen ins Blickfeld. In Richtung Titisee ist es natürlich umgekehrt. da ist dann links angesagt.

Museumsbahn: Nostalgie auf Schienen

Sicher, eine Fahrt mit der Dreiseenbahn ist immer schön. Am schönsten ist sie allerdings mit der historischen Museumsbahn, die zwischen Titisee und Seebrugg verkehrt. Alles ist da wie einst: eine dampfende Lok oder eine alte Diesellok vorne dran, die historischen Wagen, die Schaffner in ihren Uniformen – die herrliche Landschaft mit ihren Bergen und Seen …

Historische Elektrolok E40 128 der 3Seenbahn am Bahnhof Seebrugg im Schwarzwald. Hier steigen Fahrgäste in den nostalgischen Museumszug der 3Seenbahn ein. Bild: 3Seebahn

Ehrenamt mit großer Wirkung

So etwas kommt nicht von ungefähr. Möglich wird dieses Erlebnis durch die Mitglieder der IG 3‑Seenbahn, die Jens Reichelt vor 18 Jahren ins Leben rief. Seit 2008 setzt er sich mit seiner IG dafür ein, den historischen Bahnhof Seebrugg zu erhalten, Museumszüge auf die Strecke zu bringen und ein Museum zu entwickeln, das die regionale Geschichte zwischen Eisenbahn, Alltag und Tourismus lebendig macht und doikumentiert.

Zeitreisebahnhof Seebrugg: Ein neues Kapitel

Jetzt ist man kurz vor dem Erreichen des Ziels. Die Museumsbahn fährt bereits seit Jahren, und im kommenden Jahr soll das Freilichtmuseum „Zeitreisebahnhof Seebrugg“ eingeweiht werden – ein deutschlandweit einzigartiges Freilichtmuseum zur Sozial-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Technikgeschichte der Jahre 1945 bis 1965. Ziel des Projekts ist es, den tiefgreifenden Wandel von der Nachkriegszeit zur Wirtschaftswunderzeit authentisch und lebendig zu vermitteln. Schon jetzt darf man sich im Hochschwarzwald darauf freuen.

Termine und Infos

Doch jetzt zum Jahr 2026: Der Museumszug verkehrt vom 19. Juli bis 13. September an jedem Sonntag sowie an drei Samstagen – am 8., 15. und 22. August Abfahrtszeiten und Ticketpreise gibt es unter www.3seenbahn.de3Seenbahn Unter dieser Adresse gibt es auch Infos zum Bahnhofsfest in Seebrugg, das nicht zuletzt wegen seiner Vorführungen schon fast legendären Charakter hat. Es steigt am 15. und 16. August.

Vorführungen wie diese beeindrucken beim Bahnhofsfest: Die Langholzverladung von Hand zeigt eindrücklich den schweren Arbeitsalltag der 1950er-Jahre im Hochschwarzwald. Bild: W. Scheu

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