Keine Sorge: Die Finsternis wird im gesamten Baden‑Württemberg hervorragend zu sehen sein. Ob die Abdeckung nun bei 90 Prozent wie in Freiburg oder bei 89 oder 88 Prozent wie vielerorts im Lände liegt, ist mit bloßem Auge nicht zu unterscheiden – statistisch aber durchaus bemerkenswert. Am geringsten fällt die Verdunklung übrigens in Berlin aus, dort sind es etwa 85 Prozent.
Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn sich der Mond genau zwischen Sonne und Erde schiebt und den Blick auf die Sonne teilweise oder fast vollständig verdeckt. Am 12. August bleibt in Deutschland nur eine schmale, leuchtende Sichel am westlichen Horizont – und es wird deutlich dunkler.
Zeitplan für Baden‑Württemberg
Der Mond berührt die Sonnenscheibe gegen 19.20 Uhr.
- Stuttgart: maximale Verdunklung gegen 20.15 Uhr
- Karlsruhe: maximale Verdunklung gegen 20.16 Uhr
- Freiburg: maximale Verdunklung gegen 20.17 Uhr
Mit dem Sonnenuntergang gegen 20.25 Uhr endet die Finsternis – oft mit eindrucksvollen Bildern, wenn die schmale Sonnensichel im Abendrot verschwindet.
Unsere 13 schönsten Aussichtspunkte
In der Ferienregion Schwarzwald gibt es viele Orte mit freiem Blick bis zum westlichen Horizont. Viele davon erreicht ihr ohne lange Wege – manche sogar direkt vor der Haustür. Unsere 13 Tipps sind keine spontane Auswahl, sondern die meistgenannten im internet. Egal, ob ihr unsere Vorschläge nutzt oder eure eigenen: Entscheidend ist vor allem eines – möglichst wenig Wolken. Dann steht einem spektakulären Abend nichts im Weg. Doch halt! Wir haben noch was vergessen! Die Schutzbrille – ohne die geht nämlich gar nichts!

Wichtig: Nur mit Schutzbrille beobachten
Die Sonnenfinsternis niemals ohne geeignete Schutzbrille betrachten. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht aus – ungeschütztes Hinschauen kann die Netzhaut dauerhaft schädigen. Schutzbrillen gibt es vielerorts, Und da ist leider – mit Verlaub – auch viel Schrott dabei. Schwarzwaldweit seid ihr beim Optiker oder Fachhändler auf der sicheren Seite. Jetzt kann uns eigentlich nur noch etwas den Abend und die Nacht verderben. Aber davon gehen wir natürlich nicht aus.
Im Südschwarzwald
- Schlossberg (Freiburg): Direkt über der Altstadt; der Kanonenplatz bietet einen schnellen, perfekten Westblick über die Rheinebene.
- Schauinsland (Freiburg): 1.284 Meter hoch, mit gigantischer Rundumsicht. Achtung: Die Schauinslandbahn fährt nur bis 18 Uhr – es wird starker PKW‑Andrang erwartet.
- Feldberg: Höchster Gipfel des Schwarzwalds (1.493 m); maximale Höhe, freie Sicht. Die Feldbergbahn fährt abends nicht mehr – Aufstieg ab „Haus der Natur“. Stirnlampe nicht vergessen.
- Belchen: Oft als schönster Aussichtsberg des Schwarzwalds bezeichnet; freie Westflanke Richtung Rheintal und Vogesen.Seilbahn ist ebenfalls abends nicht in Betrieb. Auch hier wird mit großem Andrang gerechnet,
- Hochblauen: Im äußersten Südwesten; fällt steil zur Rheinebene ab und garantiert einen völlig freien Blick auf die untergehende Sonne.
Im Mittleren Schwarzwald
- Kandel: Markanter Berg bei Waldkirch; Westkante nahe der Pyramide mit idealer Sicht Richtung Kaiserstuhl.
- Brendturm (Furtwangen): 1.149 Meter hoch; weite Fernsicht bis zu den Vogesen.
- Schutterlindenberg (Lahr): Direkt am westlichen Rand des mittleren Schwarzwalds; ungehinderter Blick in die Rheinebene.
Im Nordschwarzwald
- Merkur (Baden‑Baden): Perfekter Westblick plus offizieller Erlebnisabend der Stadtwerke und Sternfreunde Durmersheim (Teleskope, Brillenverleih, Bewirtung). Ein Top‑Tipp.
- Hornisgrinde / Bismarckturm: Höchster Berg des Nordschwarzwalds; kahle Hochfläche, ideal für die tiefe Abendsonne.
- Aussicht Zuflucht (Oppenau): Direkt an der Schwarzwaldhochstraße, sehr leicht erreichbar, freier Westblick.
- Schwanner Warte (Straubenhardt): Am nördlichsten Rand, bekannt als „Tor zum Schwarzwald“, mit weitem Blick nach Westen.
- Mahlbergturm (Malsch): Perfekt im Nordwesten gelegen; freie Sichtachse auf das Rheintal Richtung Karlsruhe.
Gleich danach beginnt der Sternschnuppen‑Zauber
Die Perseiden erreichen in der Nacht zum 13. August ihren Höhepunkt – und der Schwarzwald bekommt eine dieser Nächte, in denen der Himmel zum Naturkino wird. Das Beste: Die Sternschnuppen begeistern schon kurz nach dem Ende der Sonnenfinsternis.
Die Erde streift die Staubspur des Kometen Swift‑Tuttle. Winzige Partikel verglühen in der Atmosphäre und zeichnen helle, schnelle Lichtspuren über den Nachthimmel. Durch den Neumond bleibt die Nacht tiefschwarz, die Finsternis sorgt zusätzlich für gedämpftes Licht – ideale Bedingungen. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sind möglich. Ein echtes Fotoereignis für alle, die den Schwarzwaldhimmel lieben.
Damit ihr möglichst viele Sternschnuppen tz Gesicht bekommt, sind dunkle Standorte entscheidend: Je weniger Streulicht von Städten, Straßen oder Häusern, desto klarer zeichnen sich die Lichtspuren am Himmel ab. Die Perseiden sind zwar hell, aber ihre volle Wirkung entfalten sie nur dort, wo der Schwarzwaldhimmel wirklich schwarz wird. uns,






