Foto: Achim Keller
Sorgt unser Breisgau-Vulkan Christian Streich schon bald am Niederrhein für Wellen?
Sorgt unser Breisgau-Vulkan Christian Streich schon bald am Niederrhein für Wellen?
Foto: Achim Keller

Neuer Trainer in Gladbach? Streich bräuchte wohl nur Ja zu sagen

15. September 2026
Ein Gerücht elektrisiert die Bundesliga: Trainer-Ikone Christian Streich wird als potenzieller neuer Coach bei Borussia Mönchengladbach gehandelt. Wie das Fußballmagazin Kicker meldet, hat der Breisgau-Vulkan bei der Nachfolge nach dem 0:5-Debakel die mit Abstand besten Karten. Die Frage ist nur, ob er will oder nicht. In Gladbach sorgt der Name für mächtig Wirbel – und auch im Schwarzwald blickt man gebannt auf das, was da am Niederrhein passiert.
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Der Wunschkandidat des Vereins


Nach der Entlassung von Eugen Polanski am vergangenen Wochenende – nach der 0:5-Pleite beim SC Freiburg, bei der die Fohlen regelrecht vorgeführt wurden – steht Gladbachs Sportchef Rouven Schröder unter massivem Druck. Er braucht eine Lösung, die sofort zündet und dem unruhigen Umfeld Stabilität verleiht.

Streich, der zwischen 2011 und 2024 den SC Freiburg entscheidend formte und in 488 Spielen einen starken Punkteschnitt von 1,48 holte, bringt offenbar genau diese Vita mit. Zuletzt war er als geschätzter ZDF-Experte bei der Weltmeisterschaft 2026 im Einsatz, steht also voll im Stoff. In Gladbach sind sich die meisten sicher: Wenn Streich will, gehört der Job ihm. Er bräuchte wohl nur Ja zu sagen.

Galdbach: Große Sehnsucht trifft harten Realismus

Auch bei vielen Fans der Fohlen löst der Name Streich im ersten Moment pure Begeisterung aus. Nach Jahren der Berg- und Talfahrt sehnt sich die Kurve nach Authentizität, ehrlicher Arbeit und Konstanz – Werte, für die niemand so sehr steht wie der Kult-Trainer aus dem Breisgau.

Doch die Reaktionen im Vereinsumfeld und in den sozialen Netzwerken sind gleichzeitig von einer gehörigen Portion Realismus geprägt. Die Stimmung ist zweigeteilt: Kann man sich einen Christian Streich, der so tief im Schwarzwald verwurzelt ist, überhaupt im emotionalen und oft unruhigen Rheinland vorstellen?

Entscheidende Frage: Macht er es oder macht er es nicht?

Das größte Fragezeichen steht hinter dem Meister selbst. Es ist völlig offen, ob Streich nach seiner kräftezehrenden Ära in Freiburg überhaupt noch einmal die Energie für das Haifischbecken Bundesliga aufbringen möchte. Zumal die Bedingungen im aktuellen Gladbacher Kader keinen sanften Wiedereinstieg ermöglichen – hier wartet harte Sanierungsarbeit.

Streich selbst hielt sich in der Vergangenheit bedeckt. Im Oktober 2025 sagte er in einem MagentaTV-Interview angesprochen auf ein Comeback: „Ich glaube nicht, dass ich noch eine Bundesliga-Mannschaft trainiere. Aber ich schließe gar nichts aus.“

Warum er es vielleicht doch macht

Klar ist, dass von Streich in der jetzigen Situation nichts zu erfahren ist. Dass aber nach Bekanntwerden der Spekulationen kein rasches Dementi kam, könnte dann vielleicht doch ein kleines Indiz dafür sein, dass er es möglicherweise doch wollen könnte. Einen richtig fertigen Verein wird Streich nie erhalten. Warum sollten die sich auch einen neuen Trainer holen? Und wenn, wäre das dann erst recht einer, bei dem er nur verlieren könnte.

Streich – Eigentlich kann er nur gewinnen

Anders sieht es in Gladbach aus. Hier kann er eigentlich nur gewinnen, zum großen Retter werden, für die Wende sorgen. Und zuzutrauen isst das ihm allemal. Schlechter wie jetzt kann es nämlich kaum noch werden. Und wenn es schiefgeht? Nun, einen Trainerjob ohne Risiko gibt es nun mal nicht. Ein Trainerstuhl ist kein Beamtenstuhl. Aber das braucht einem Christian Streich wohl niemand zu erzählen, obwohl für ihn das Wort „Entlassung“ bislang ein Fremdwort ist.

Entscheidung wird bald fallen

Warten wir es einfach ab. Die Entscheidung kann jede Stunde, spätestens aber in den nächsten Tagen fallen. Lange Zeit hat man in Gladbach jedenfalls nicht, um den neuen Mann zu präsentieren. Klar ist aber auch, dass bei den Fohlen im Hintergrund noch andere Optionen geprüft werden. Da wird man vor allem in der Region aufhorchen: Neben Streich gilt laut Medienberichten nämlich auch der ehemalige KSC-Trainer Christian Eichner als ein potenzieller Kandidat am Niederrhein.


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