Meilenstein für das Luchsprojekt
Die Landesregierung spricht von einem Durchbruch. Ministerin Marion Gentges betont, dass das Monitoring entscheidende Daten zur Entwicklung der Population liefert und Grundlage für das gesamte Luchsmanagement ist. Aktuell sind mindestens elf Luchse im Land nachgewiesen – fünf davon wurden im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts ausgewildert, sechs weitere sind selbstständig eingewandert. Die Hoffnung auf Nachwuchs hatte man bereits im vergangenen Sommer. Damals vergebens. Nun wurde sie erstmals erfüllt.
Vaterschaft noch unklar
Welcher der im Nordschwarzwald lebenden Luchskuder der Vater des Jungtiers ist, steht noch nicht fest. In Frage kommen unter anderem der ausgewilderte Luchs Reinhold sowie der aus dem Schweizer Jura eingewanderte Toni. Genetische Proben sollen bald Klarheit bringen. Das Jungtier selbst wurde untersucht und ist gesund und vital. Für die FVA ist die Geburt ein Erfolg, auf den das Team jahrelang hingearbeitet hat.

Weitere Jungtiere möglich
Möglicherweise bleibt es nicht bei diesem einen Jungtier. Eine Fotofalle hatte kürzlich die Luchse Verena und Reinhold gemeinsam aufgenommen – ein seltenes Verhalten, da Luchse normalerweise Einzelgänger sind. Ob Verena ebenfalls Nachwuchs hat, ist jedoch unklar. Die FVA betont, dass die Tiere in dieser sensiblen Phase keinesfalls gestört werden dürfen. Der genaue Zeitpunkt einer möglichen Niederkunft sei nicht bekannt, daher gelte: Abstand halten, um die Tiere nicht zu gefährden.
Die Geburt des kleinen Luchses zeigt, dass die Bemühungen um ein dauerhaftes Luchsvorkommen im Schwarzwald erstmals sichtbaren Erfolg haben – ein starkes Signal für den Artenschutz im Land.




