Foto: Zoo Karlsruhe
„Na, keine Lust? Schön kühl hier!“
„Na, keine Lust? Schön kühl hier!“
Foto: Zoo Karlsruhe

Zoo Karlsruhe: Wie es den beiden Eisbären bei 40 Grad plus geht

11. Juli 2026
Die derzeit heißen Temperaturen, die manchmal sogar an die 40‑Grad‑Marke heranreichen, sind selbst für Menschen eine echte Belastung. Wie mag es da erst Eisbären gehen? Kein Wunder, dass sich manche Sorgen um Eisbären‑Mama Nuka und ihren inzwischen großen Sohn Mika machen – einige fürchten sogar um deren Leben. Der Zoo Karlsruhe gibt Entwarnung: Keine Sorge – die beiden stecken die Hitze gut weg. Und zwar mit Mitteln, die auch uns Menschen nicht ganz fremd sind.

Viel draußen – trotz Hitze!

Wer Eisbären sieht, denkt meist zuerst an Eis und Schnee. Kein Wunder, dass sich der Zoo an warmen Sommertagen immer wieder mit der Frage konfrontiert sieht, wie die beiden mit den hohen Temperaturen zurechtkommen. Der Zoo: „Tatsächlich haben Nuka und Mika jederzeit die Möglichkeit, sich in die rund zehn Grad kühleren Innenbereiche zurückzuziehen. Trotzdem verbringen sie gerade bei sonnigem Wetter oft viel Zeit draußen. Sie gehen zwischendurch ins Wasser, kühlen sich ab, legen sich anschließend zum Trocknen wieder in die Sonne und suchen später ein schattiges Plätzchen auf. Mit diesem Verhalten regulieren sie ihre Körpertemperatur selbst.

Dichtes Fell auch Schutz vor Hitze

Das dichte Fell und die dicke Fettschicht diene dabei nicht nur als Schutz vor extremer Kälte, sondern isoliere den Körper auch gegen Wärme. Der Zoo: „In Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebiets steigen die Temperaturen im Sommer durchaus auf rund 30 Grad Celsius. Entscheidend sei, „dass die Tiere jederzeit zwischen Sonne, Schatten, Wasser und den kühleren Innenbereichen wählen können und so ihre Körpertemperatur selbst regulieren.

„Ihr seht, uns geht’s gut. Schön sonnig hier“

Eisbär-Geheimnis: Körpertemperatur selbst regulieren

Tatsächlich können auch Eisbären überhitzen. Das passiert allerdings meist nicht durch hohe Außentemperaturen allein, sondern wenn sie sich über längere Zeit stark körperlich anstrengen und dabei keine Möglichkeit zur Abkühlung haben. Deshalb vermeiden Eisbären längere, intensive Bewegung bei warmem Wetter und nutzen stattdessen immer wieder Wasser oder schattige Bereiche. Genau diese Möglichkeiten haben sie in Karlsruhe.

Statt Überlebenskampf kurze Abkühlung

Der Zoo weiter: „Oft wird angenommen, Eisbären müssten möglichst kalte Temperaturen bevorzugen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Nur weil eine Tierart extreme Bedingungen aushält, bedeutet das nicht, dass sie diese auch bevorzugt.“ Temperaturen von minus 40 Grad seien selbst für Eisbären eine große Herausforderung. Im arktischen Winter gehe es vor allem ums Überleben. Während Eisbären dort ums Überleben kämpfen, genügt an einem warmen Sommertag meist eine kurze Abkühlung im Wasser.

„Doch ein bissle warm. Muss mal kurz abtauchen“

So weit der Zoo. Und tatsächlich: Wer die beiden Eisbären an heißen Tagen beobachtet, bekommt nun wirklich nicht den Eindruck, dass sie sich wegen der Hitze in einem Überlebenskampf befinden. Davon kann sich jede und jeder bei einem Besuch im Zoo selbst überzeugen.

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