Freie Sicht oder Wolkenlotterie?
Die gute Nachricht vorweg: Sowohl wetter.com als auch der Deutsche Wetterdienst (DWD)und die Modellkarten von Kachelmannwetter deuten darauf hin, dass die Chancen bestens stehen. Zwar ziehen vereinzelt hohe Schleierwolken durch, doch die dürften den Blick eher atmosphärisch unterstreichen als verhindern. In Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg wird es laut Vorhersagen meist klar bleiben – und damit gibt es freie Sicht auf das Schauspiel, sofern der Blick nach Südost nicht durch Häuser oder Hügel verstellt ist. Alles deutet darauf hin, dass das Schauspiel in ganz Baden-Württemberg zu sehen sein wird.
Was am Himmel passiert
Und was gibt es nun eigentlich zu sehen? Der sogenannte Blutmondentsteht bei einer totalen Mondfinsternis. Die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond, ihr Schatten taucht den Erdtrabanten in ein kupferrotes Licht. Am Abend steigt der Mond bereits teilweise verfinstert am Horizont empor, das Maximum der Finsternis ist um 20:11 Uhr MESZerreicht. Bis 20:52 Uhr bleibt der Mond vollständig im Kernschatten, danach hellt er sich langsam wieder auf.
Tipps fürs Zuschauen
Für die Zuschauer bedeutet das: Ab etwa 20 Uhr lohnt es sich, draußen zu sein. Ein freier Blick nach Südost, vielleicht ein Aussichtspunkt oder ein Hügel – mehr braucht es nicht. Ein Fernglas bringt Details, ein Stativ sorgt für scharfe Fotos. Und selbst wenn sich ein paar Cirren am Himmel zeigen: Sie können das kupferrote Leuchten sogar noch eindrucksvoller machen.
Fazit: Den Blutmond nicht verpassen
Baden-Württemberg darf sich auf eine der wohl schönsten Nächte und spannensten Nächte des Spätsommers freuen. Wer den Blutmond verpasst, der muss sich bis 2028 gedulden. Und wer weiß, wie dort das Wetter sein wird . . .






