Leuchtendes Weinlaub. Milde Temperaturen bis in den November hinein. Ausgewählte Weine, die nach fruchtbarem Lössboden oder mineralischem Vulkangestein schmecken. Dazu servieren Köche, Landwirte und Gästeführer das Beste, was ihre Heimat an kulinarischen und landschaftlichen Highlights zu bieten hat – garniert mit einer kräftigen Prise Kultur.
Der zweite KaiserHerbst
Aus diesen Zutaten hat der „Naturgarten Kaiserstuhl“ 2024 erfolgreich eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. In diesem Jahr geht der „KaiserHerbst“ vom 11. Oktober bis 16. November in eine neue Runde. Das Programm umfasst wieder mehr als 100 Veranstaltungen – vom Alemannischen Brotmarkt in Endingen mit der Opening-Veranstaltung „Kaiser-Wii“ zum Auftakt bis zum „Schärli hängis“, einem traditionellen Fest zum Abschluss der Weinlese.

Vielfältiges Programm
Dazwischen gibt es kulinarische Weinabende und eine Küchenparty, Naturführungen durch die regionaltypischen Lösshohlgassen, Konzerte in kleinen Kapellen, Theater in der Schlossruine und Kabarett im alten Kopfbahnhof. Ob Pilze, Kräuter, Obst oder Gemüse – Landwirte zeigen, wie viel Herzblut in jedem Produkt steckt. Sommeliers teilen ihre Leidenschaft. Weinbaubetriebe öffnen Tore und Keller, erzählen, wo der Wein herkommt und wie er gemacht wird.
Die Idee dahinter
Das Konzept der Veranstaltungsreihe rund um Kaiserstuhl und Tuniberg lebt vom Zusammenspiel verschiedener Akteure: Winzer, Köche, Künstler, Naturfreunde. Alle haben sie eines gemeinsam: „Wir wollen zeigen, welche unglaubliche Vielfalt wir hier auf relativ kleinem Raum zu bieten haben“, sagt Ulrike Weiß, Geschäftsführerin bei der „Naturgarten Kaiserstuhl GmbH“ und Mitglied des Organisationsgremiums.
Die Nähe zum Elsass spürbar
In vielen Orten ist die Nähe zum französischen Elsass deutlich spürbar. Seit 2023 trägt Breisach stolz den Beinamen „Europastadt“, was auf das ständige Bemühen um eine gute und vertraute Zusammenarbeit mit den französischen Partnern zurückgeht. Andere Städtchen wie Endingen sind durch ihre vorderösterreichische Vergangenheit geprägt. Im Bio-Dorf Eichstetten liegt die Keimzelle des ökologischen Landbaus. Bei Esskastanien, Walnüssen und Trüffeln muss man nicht nur an Italien denken. In Ihringen, dem sonnenreichsten Ort Deutschlands, fügen sich neuerdings Olivenbäume in das Landschaftsbild. Und die Lavendelfelder bei Vogtsburg, das übrigens auch als größte Weinbaugemeinde Baden-Württembergs gilt, bringen einen Hauch von Provence in den „Garten Deutschlands“.

Gemeinsames Bewusstsein vor Ort
„Einfach mal machen“ – unter diesem Motto habe man im vergangenen Jahr losgelegt. „Vielleicht ein wenig zu hemdsärmelig“, sagt Ulrike Weiß schmunzelnd. Denn nicht immer sei bei der Premiere alles reibungslos gelaufen. „Es braucht Zeit, bis alle Fäden zusammenfinden. Aber genau das macht den ‚KaiserHerbst‘ lebendig und authentisch.“
Vor Ort sei durch das neue Format ein gemeinsames Bewusstsein entstanden, auf dem man nun perfekt aufbauen könne. „Wer nicht nur genießen, sondern auch Menschen und die Geschichten dahinter kennenlernen möchte, ist beim ‚KaiserHerbst‘ genau richtig“, betont Ulrike Weiß.
Die Erfahrungen vom letzten Jahr machen Mut
Die Resonanz im vergangenen Jahr sei groß gewesen. Mehr als 1000 Besucher seien allein zum Auftakt nach Endingen gekommen, viele Veranstaltungen schnell ausgebucht gewesen. Ulrike Weiß: „Das zeigt, wie groß das Interesse ist an so einem Zusammenspiel von Natur, Genuss und Kultur. Jetzt muss sich nur noch herumsprechen, dass wir etwas Gutes auf die Beine gestellt haben.“
Alle Infos zum KaiserHerbst
Der „KaiserHerbst“ findet vom 11. Oktober bis 16. November 2025 in der gesamten Kaiserstuhl-Tuniberg-Region statt. Infos zu allen Veranstaltungen rund um Wein, Kulinarik, Kultur und Natur gibt es unter www.kaiserherbst.de






