Deutschland verpasst den Rekord – aber nur knapp
Im Bundesmittel erreichte der Sommer 19,6 °C und lag damit nur 0,1 Grad unter dem Rekordsommer 2003. Der Norden und Nordosten sorgten mit wiederkehrenden kühleren Phasen dafür, dass der bundesweite Durchschnitt nicht ganz an die Spitze kletterte. Dennoch markierte der 27. Juni einen Wendepunkt: An diesem Tag wurde erstmals die 41‑Grad‑Marke an mehreren Stationen überschritten. Der neue deutsche Spitzenwert stammt aus Möckern‑Drewitz (Sachsen‑Anhalt) mit 41,8 °C, gefolgt von Coschen/Neißemünde (Brandenburg) mit 41,7 °C.
Südwesten erlebt „klimatische Extremsituation“
Während sich der Norden zwischendurch abkühlen konnte, blieb Baden‑Württemberg wochenlang in einer nahezu ununterbrochenen Hitzewelle gefangen. Das Landesmittel erreichte 21,1 °C – ein Wert, der 4,9 Grad über der internationalen Referenzperiode liegt und die bisherigen Klimaerinnerungen des Landes überschreibt und in den Augen der Meteorologen eine klimatische Extremsituation darstellt.
Ferienregion Schwarzwald mit Hitzetage-Rekorden
Im Landesdurchschnitt wurden 35 Hitzetage registriert, am Hoch- und Oberrhein sogar über 50. Damit übertraf Baden‑Württemberg den bisherigen Rekordsommer 2003 deutlich und setzte neue Maßstäbe für die Region. Gerade die Ferienregion Schwarzwald trug mit den Extremwerten in ihren Gebieten am Rhein entscheidend mit zu dieser Bilanz bei, was allerdings zum Frohlocken nun überhaupt kein Grund war. Die Auswirkungen waren fast durchweg negativ, sorgten vielerorts zum Teil erhebliche Probleme und dürfte manchen Menschen sogar das Leben gekostet haben..
27. Juni: Neue Rekorde im ganzen Land
Auch beim Extremwert mischte der Südwesten vorne mit: 41,4 °C in Waghäusel‑Kirrlach bedeuteten einen neuen Landesrekord und den dritthöchsten Wert Deutschlands. Zusammen mit den Spitzenwerten in Sachsen‑Anhalt und Brandenburg markierte der 27. Juni einen historischen Tag der deutschen Wettergeschichte.
Fazit: Deutschland erlebte einen extremen Sommer – Baden‑Württemberg jedoch einen historischen. Kein anderes Bundesland war so stark betroffen, kein anderes hat seine klimatischen Maßstäbe so deutlich verschoben. Der Südwesten war 2026 das unangefochtene Hitze-Epizentrum der Republik,






