Am gestrigen Dienstag kamen die Verantwortlichen zu dem Schluss, dass die eingeleiteten Bekämpfungsmaßnahmen fortgesetzt werden müssen. Wie Tanja Geyer vom Bauamt der Stadt Hüfingen sagte, sei die Zahl der toten Fische, die aus dem See geholt wurden, zwar sehr deutlich zurückgegangen, aber es gebe sie eben immer noch.
Die Arbeit entpuppte sich insbesondere in der ersten Woche des Fischsterbens als ein Wettlauf gegen die Zeit, Jeder Kadaver, der im Wasser verbleibt, verschlechtert durch die einsetzende Verwesung die Wasserqualität weiter gefährdet das verbliebene Leben im Weiher zusätzlich.
Zehntausende tote Fische
Tonnenweise tote Fische holte die örtliche Fischereivereinigung gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Helfern im Dauereinsatz aus dem Weiher. Die Mengen mussten eimer- und containerweise abtransportiert und fachgerecht entsorgt werden. Seit einigen Tagen ist die Situation zumindest besser, aber noch nicht ausgestanden. Immer noch müssen immer wieder tote Fische eingesammelt werden.

Die Pumpen laufen weiter
Um den noch lebenden Fischen eine Überlebenschance zu sichern, laufen die großflächigen Wasserpumpen weiter, wenn auch in etwas reduzierter Form. Sie wälzen das Wasser wie Springbrunnen um und führen künstlich Sauerstoff zu. Während die strombetriebenen Pumpen am Steg rund um die Uhr in Betrieb sind, werden diejenigen am gegenüberliegenden Seeufer über Nacht ausgeschaltet – auch aus Lärmschutzgründen.
Der Regen war zu gering
Dabei hatte man gehofft, die Pumpen komplett abschalten zu können. Doch die angekündigten Niederschläge der letzten Tage sind nach den Worten von Geyer leider deutlich zu gering ausgefallen, um für eine entscheidende Verbesserung der Wasserqualität zu sorgen. Wie lange das noch so weitergehen werde, lasse sich im Moment noch nicht abschätzen. Die Sperrung des Sees auf unbestimmte Zeit bleibe bestehen, betonte Geyer.
Das dramatische Fischsterben am Kofenweiher in Hüfingen hat sich in den letzten Tagen zu einer der schwersten ökologischen Krisen der Region Schwarzwald-Baar entwickelt. Durch die anhaltende Hitze und Trockenheit kollabierte das Ökosystem des beliebten Gewässers vollständig. Zehntausende Fische aller Arten verendeten in kürzester Zeit an akutem Sauerstoffmangel






