Im Mittelpunkt steht das Leben des fast vergessenen Maler-Dichters Heinrich Ernst Kromer (HEK), einer schillernden wie tragischen Künstlerfigur aus Riedern. Zwei Schauspieler – Luis Probst und Magnus Duttlinger – verkörpern ihn in verschiedenen Lebensphasen. Die Regie führt Corinna Vogt, die gemeinsam mit Erika Buhr auch das Buch geschrieben hat.
Wer war Heinrich Ernst Kromer?
HEK war ein sensibler Geist, ein Suchender, ein Schöpfer – einer, der malte, dichtete und sich trotz aller Widrigkeiten nie vom Leben abwandte. Früh verlor er seine Mutter, sein Vater und seine vier Geschwister wanderten nach Amerika aus. Er blieb zurück. Die Zeitgeschichte – darunter zwei Weltkriege – prägte sein Leben und seine Kunst. Kromer hatte nie viel, doch er besaß eine unerschöpfliche Vorstellungskraft und einen festen Glauben an die Kunst.

Das Theaterstück „Die schwarze Rose“ geht diesen Spuren nach. Es erzählt nicht nur eine Biografie, sondern taucht ein in die Gefühlswelt eines Menschen, der zwischen Fantasie und Wirklichkeit balancierte. Unerfüllte Liebe, Verlust, Armut, aber auch Hoffnung und Schaffenskraft – all das spiegelt sich auf der Bühne wider. Es ist ein Stück über das Überleben mit Kunst – und über das Erinnern.
Theater wird Gemeinschaftsprojekt
Was das Projekt besonders macht: Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Über 200 Beteiligte aus der Region haben seit Monaten mit Herzblut daran gearbeitet – Schauspielgruppen, Musiker, Maskenbildnerinnen, Techniker, Helferinnen und Helfer. Die etwa 100 Darstellerinnen und Darsteller proben in voller Kostümierung, das Team achtet auf jedes Detail: vom richtigen Sockenpaar bis zum passenden Hut.
Auch musikalisch wird die Inszenierung getragen von einem starken Ensemble. Die Musik stammt unter anderem von Josef Kraft, der auch die musikalische Leitung innehat. Live gespielt wird auf Geige, Cello, Blasinstrumenten, Klavier und Akkordeon. Die Gesangsparts übernehmen u.a. Cindy Stelzer, Petra Mann und Thomas Mann – Stimmen, die die Emotionen des Stücks noch einmal intensivieren.

Genuss vor dem Spiel: Kulinarik trifft Theater
Bereits zwei Stunden vor jeder Aufführung öffnet der Klostergarten seine Tore – nicht nur fürs Theater, sondern auch für Genießer. In eine kleine Genussmeile verwandelt, sorgen über 20 Vereine für kulinarische Vielfalt. Ja, es gibtsogar Speisen, die Bezug zum Stück nehmen – etwa „Gerstensuppe“ als Sinnbild für die Auswandererzeit oder „Pulled Pork Burger“ zur Amerikafahrt von Kromers Familie. Die Küchenchefs Daniel Frech und Stefan Gromann sorgen für Qualität und Kreativität. Ob deftig oder vegetarisch, süß oder herzhaft – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Das Publikum kann also erst schlemmen, dann staunen. Und vielleicht nach dem Stück noch ein wenig bleiben, über das Gesehene sprechen, den Sommerabend genießen. Theater in seiner schönsten Form: unter freiem Himmel, mit Musik, Emotion und einem Hauch von Magie.
Termine, Tickets und Infos auf einen Blick
- Premiere: Freitag, 25. Juli 2025, 20 Uhr
- Weitere Vorstellungen: 26., 27. und 31. Juli sowie 1., 2., 3., 7., 8., 9. und 10. August – jeweils um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr
- Ort: Klostergarten Riedern am Wald, Ühlingen-Birkendorf
- Einlass & Kulinarik: jeweils ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn
- Tickets: per E-Mail an [email protected] oder per WhatsApp bei Marianne Weber, 0152/23008341
- Infos online: www.zeitschleuse.com






