Foto: Symbolbild, Von Sebastiart, www.stock.adobe.com
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Neuer Waldgroßbrand: 300 Einsatzkräfte bekämpfen meterhohe Flammen

17. August 2026
Die Waldbrände im Schwarzwald nehmen kein Ende: Nachdem es in den letzten Tagen allein im Ortenaukreis zu sechs zum Teil sehr schweren Waldbränden kam, ist nun im Nachbarkreis Rottweil zwischen Schramberg und Lauterbach am Sonntagabend ein neuer Wald‑Großbrand ausgebrochen. Rund 350 Einsatzkräfte kämpfen seit Stunden gegen ein massives Feuer, das sich im extrem steilen Gelände rasant in Richtung Talstadt ausbreitet. Im Moment will die Feuerwehr vor allem ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser verhindern.
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Die Alarmierung erfolgte um 17:37 Uhr. Binnen Minuten fraßen sich die Flammen durch das ausgetrocknete Unterholz und zogen den steilen, von Fichten und Tannen geprägten Hang hinab in Richtung Schramberger Talstadt. Zunächst brannten rund zwei Hektar, bis zum späten Abend wuchs die betroffene Fläche auf acht bis zehn Hektar an.

Feuer breitet sich rasend schnell aus

Meterhohe Flammen schlugen aus dem Wald, die extreme Trockenheit begünstigte die Ausbreitung. Gegen Mitternacht war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Das Feuer breitete sich am Hang in Richtung der Talstadt aus, und die Einsatzkräfte versuchen mit einem Großaufgebot, eine Ausbreitung zu verhindern und ein Übergreifen der Flammen auf Häuser zu verhindern.

Löscharbeiten im schwierigen Gelände

Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK gestaltet sich die Brandbekämpfung äußerst anspruchsvoll. Durch die starke Hanglage fließt Löschwasser sofort ab, die Trockenheit verschärft die Lage zusätzlich. Die Kräfte mussten daher auf eine Verteidigungsstrategie umstellen: Entlang von Forstwegen werden Riegelstellungen aufgebaut, um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf weitere Waldflächen zu verhindern. Allein von der Feuerwehr waren 35 Fahrzeuge im Einsatz. Viele davon auch von benachbarten Wehren, die zur Unterstützung herbeieilten.

Unterstützung aus der Luft und von Landwirten

Ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Drohneneinheiten liefern der Einsatzleitung Wärmebilder und Lageübersichten aus der Luft. Gleichzeitig unterstützen örtliche Landwirte die Feuerwehr: Mit ihren Güllefässern transportieren sie im Pendelverkehr große Mengen Löschwasser an den Brandherd – ein entscheidender Beitrag angesichts der schwierigen Versorgungslage im Gelände.

Warnung vor Rauchgasen

Für die Bevölkerung in Schramberg‑Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach wurde eine Warnung herausgegeben. Wegen der starken Rauchentwicklung sollen Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungs‑ und Klimaanlagen abschalten. Eine unmittelbare Gefahr für Wohngebäude besteht laut Einsatzleitung derzeit nicht.

Straße gesperrt – Stromleitung abgeschaltet

Der Großbrand hat auch Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur. Die Verbindungsstraße zwischen Schramberg und Lauterbach ist komplett gesperrt. Durch die Hitze lösen sich Gesteinsbrocken aus dem Hang und stürzen auf die Fahrbahn. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem eine nahegelegene 10‑kV‑Stromleitung vom Netzbetreiber abgeschaltet. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich die gesamte Nacht andauern.

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