Foto: ySmbolfoto, yelantsevv – www-stock.adobe.
Über 600 Rettungskräfte waren in den letzten Tagen im Einsatz um die Waldbrandserie in den Ortenauer Wädlern zu bekämpfen.
Über 600 Rettungskräfte waren in den letzten Tagen im Einsatz um die Waldbrandserie in den Ortenauer Wädlern zu bekämpfen.
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Ortenau: Unheimliche Waldbrandserie hält Menschen in Atem: Brandstiftung?

15. August 2026
Sechs Waldbrände in nur vier Tagen – zum Teil mit schlimmen Ausmaßen. Der jüngste davon brach am gestrigen Freitagabend (14. August) in Hausach aus. Der derzeit letzte Fall einer Serie, die die Ortenau in Atem hält und die Frage nach der Ursache immer drängender macht. In der Region wächst der Verdacht, dass diese Brände kaum noch natürlichen Ursprungs sein können. Viele Menschen in der Ortenau sind überzeugt: Das muss Brandstiftung sein. Auch die Polizei ermittelt inzwischen mit Nachdruck in diese Richtung.
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Allerdings macht die Polizeidirektion Offenburg deutlich, dass es derzeit keine konkreten Beweise für eine Brandstiftung gibt. Auch Hinweise, die auf eine fahrlässige Verursachung hindeuten könnten, wurden bislang nicht entdeckt. Doch die ungewöhnliche Menge der Zwischenfälle und die räumliche Nähe der Brände haben dafür gesorgt, dass die Polizei jetzt indes mit Nachdruck auch dem Verdacht der Brandstiftung nachgeht. Werfen wir erst noch einmal einen Blick auf die Ereignisse.

Die Übersicht: 6 Waldbrände in 4 Tagen – der letzte gestern (14.08)

Die folgende Tabelle zeigt die zeitliche Abfolge der Brände sowie deren aktuellen Status (Stand: 15. August 2026):

Datum / UhrzeitOrt / Genauer BereichAusmaß / BesonderheitenAktueller Status
Dienstag, 11.08.
(Nachmittag)
Zell am Harmersbach / BiberachCa. 20 Hektar Steilhang, massiver LöscheinsatzGelöscht; aufwendige Nachlöscharbeiten wegen Glutnestern beendet.
Dienstag, 11.08.
(Nachmittag)
SteinachWaldgebiet, dynamische LageGelöscht; ein zwischenzeitlich durch Wind entfachtes Glutnest wurde abgelöscht.
Dienstag, 11.08.
(Abend)
Biberach / Haslach (an B33)Böschungs- und WaldbrandGelöscht am Dienstagabend.
Dienstag, 11.08.
(Abend)
NordrachKleinere WaldflächeGelöscht in der Nacht auf Mittwoch.
Mittwoch, 12.08.
(ca. 00:00 Uhr)
Gengenbach-Schwaibach2.500 m² Unterholz, Evakuierung von zwei WohnhäusernGelöscht; Bewohner kehrten zügig zurück.
Freitag, 14.08.
(ab 17:30 Uhr)
Hausach (oberhalb Sportplatz / Mountainbikestrecke)Größerer Waldbrand in unwegsamem Hanggelände, 1 verletzter FeuerwehrmannUnter Kontrolle; Gebiet wurde über Nacht auf Glutnester überwacht

Schwerster Brand vernichtet 20 Hektar Wald

Der schwerste Brand war der zwischen Zell am Harmersbach und Biberach, bei dem rund 20 Hektar Wald vernichtet wurden, was einer Größenordnung von rund 28 Fußballfeldern entspricht. Beim Brand in Gengenbach-Schwaibach mussten zwei Wohnhäuser vorsichtshalber vorübergehend evakuiert werden.

Auch Gengenbach wurde in dieser Woche von einem Waldbrand heimgesucht. Bild: Pressestelle Stadt Gengenbach

Über 600 Einsatzkräfte waren in den betroffenen Gebieten stundenlang unter oft schwierigsten Bedingungen im Einsatz. Bei einem Besuch vor Ort machten sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir und Landwirtschaftsministerin Marion Gentges ein Bild von der Lage und würdigten die großartige Arbeit der Einsatzkräfte.

Polizei appelliert: Verdächtige Beobachtungen sofort melden

Wer an Waldrändern oder in der Nähe der betroffenen Gebiete – insbesondere rund um die Bundesstraße 33, in Zell am Harmersbach, Steinach, Gengenbach-Schwaibach oder im Bereich des Sportplatzes Hausach – ungewöhnliche Personen, Fahrzeuge oder Aktivitäten bemerkt hat, soll sich umgehend beim Kriminaldauerdienst Offenburg unter der Rufnummer 0781/212820 oder über den Notruf 110 melden.

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