Nationalpark Schwarzwald: Vom Klimawandel und den Folgen

Nationalpark Schwarzwald: Vom Klimawandel und den FolgenFoto: Nationalöparl Wildseeblick / CharlyEbel

Nationalpark Schwarzwald: Vom Klimawandel und den Folgen

Dienstag, 10 September 2019

„Der Wald im Nationalpark wird sich auf natürliche Weise verändern und dem Klimawandel anpassen - wir müssen ihm nur die Zeit dafür lassen."

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Dies ist das Fazit des baden-württembergischen Ministers für  Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller (Grüne)nachdem er sich. über den aktuellen Zustand des Walds im Nationalpark und die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels informiert

Der Minister zeigte sich dabei überzeugt, dass der Wald nicht nur im Nationalpark erhalten bleibe. Es helfe nicht, in Aktionismus zu verfallen und den Baumbestand durch vermeintlich klimastabilere Baumarten auszutauschen, sagte Untersteller. „Das Wissen um die natürliche Waldentwicklung ist heute auch Dank des Nationalparks so gut wie nie“, betonte der Minister. „Dieses Wissen sollten wir nutzen, um unsere heimischen Wälder auf den fortschreitenden Klimawandel anzupassen.“

„Neue Chancen für den Wald“

Der Leiter des Nationalparks Thomas Waldenspuhl erläuterte, dass der Wald die natürliche Verjüngung benötige, um sich als Ökosystem weiterentwickeln zu können. „Jede neue Generation von Bäumen bedeutet eine neue Chance für den Wald, sich beispielsweise an veränderte klimatische Bedingungen mit einer anderen Zusammensetzung der Baumarten anzupassen“, sagte Waldenspuhl. Denn bei der natürlichen Waldentwicklung wähle der Standort die am besten geeignete Pflanze aus, so der Leiter des Nationalparks. „Dadurch werden die Wälder im Laufe der Zeit stabiler gegenüber Klimaveränderungen und auch artenreicher.“

Laut Thomas Waldenspuhl ist das Ökosystem Wald im Nationalpark nicht gefährdet. Die Bilder werden sich aber verändern, der Anteil an Mischwald wird sich langfristig erhöhen. „Heute sind die zu großen Teilen auf forstliche Pflanzungen zurückgehenden Fichten besonders stark durch Stürme, Trockenheit und den Borkenkäfer betroffen“, erläuterte Waldenspuhl. Deshalb werde sich der Anteil anderer Baumarten wie Buche, Tanne, Bergahorn, Vogel- und Mehlbeere langfristig erhöhen. Die Fichte werde das Waldbild des Nationalparks allerdings noch für viele Jahre prägen, so die Einschätzung des Experten.  

Natürliche Wälder wertvolle Kohlenstoffspeicher“

„Natürliche, ungenutzte Wälder sind artenreich und hervorragend für die Zukunft gewappnet. Sie wirken sich auch positiv auf das Klima aus, denn sie sind wertvolle und reiche Kohlenstoffspeicher“, ergänzte Franz Untersteller. „Es wäre gut, wenn diese Erkenntnisse in der aktuellen Debatte über die Zukunft des Waldes verstärkt Berücksichtigung finden würden“, so der Minister.

 

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