Foto: Stadt Freiburg
Ein schweres Unwetter suchte gestern Abend Teile des Schwarzwalds heim. Besonders betroffen: der Großraum Freiburg. Dabei stürzten auch eine ganze Reihe von Bäumen um.
Ein schweres Unwetter suchte gestern Abend Teile des Schwarzwalds heim. Besonders betroffen: der Großraum Freiburg. Dabei stürzten auch eine ganze Reihe von Bäumen um.
Foto: Stadt Freiburg

Gestern Abend: Schweres Unwetter wütet über Großraum Freiburg

9. September 2026
Das schwere Unwetter, das gestrigen Dienstag ab 21.30 Uhr über Teile des Südschwarzwalds zog, dauerte nur eine halbe Stunde, doch das reichte, um erhebliche Schäden anzurichten. Besonders der Großraum Freiburg war betroffen, wo Rettungskräfte zu zahlreichen Einsätzen ausrücken mussten. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahnlinien, es kam zu Stromausfällen, mehrere Personen wurden verletzt.
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Dem Gewitter war ein spektakuläres Wetterleuchten vorausgegangen, bevor die Front gegen 21.30 Uhr die Region erreichte. Kurz darauf setzte ein heftiger Gewittersturm ein, der innerhalb weniger Minuten massive Schäden verursachte.

Drei Verletzte in Freiburg

In Freiburg selbst wurden drei Menschen verletzt, darunter zwei Kinder, die von herabfallenden Ästen getroffen wurden. Ein weiterer Passant erlitt Verletzungen, als eine Baustellenabsperrung umgeworfen wurde. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz und musste mehr als 50 wetterbedingte Notrufe abarbeiten. Zahlreiche Straßen und Radwege waren blockiert. Schäden gab es auch an Fahrzeugen und an Gebäuden. In Freiburg wurden auch mehrere Blitzeinschläge in Bäume registriert

Auch Stromnetz betroffen

Insbesondere im Freiburger Umland wurde auch die Stromversorgung in Mitleidenschaft gezogen. In Gundelfingen, Umkirch und mehreren Tuniberggemeinden fiel zum Teil großflächig der Strom aus. In Opfingen stürzten Bäume auf eine Hochspannungsleitung und beschädigten mehrere Masten schwer – einer der technisch anspruchsvollsten Einsätze der Nacht. Der Netzbetreiber Badenova arbeitet seit den frühen Morgenstunden an der Wiederherstellung.

Autobahn und Bahnlinien blockiert

Auch der Verkehr kam vielerorts zum Erliegen. Auf der Rheintalbahn blockierten umgestürzte Bäume die Gleise nördlich von Freiburg. Ein ICE musste in Denzlingen stoppen, Fahrgäste strandeten dort mitten in der Nacht. Am Freiburger Hauptbahnhof kam es zu massiven Verspätungen und Ausfällen im Fern- und Regionalverkehr.

Im Markgräflerland stürzten auf der A5 bei Müllheim mehrere Bäume direkt auf die Fahrbahnen und sorgten für gefährliche Situationen. Die Polizei sperrte zeitweise ganze Abschnitte. Auch im Kaiserstuhl und am Tuniberg hinterließ der Sturm deutliche Spuren: Weinbergswege wurden blockiert, kleinere Hangrutsche gemeldet, und in mehreren Gemeinden fielen stundenlang die Lichter aus.

Die Aufräumarbeiten dauern am Morgen an. Viele Straßen bleiben vorerst gesperrt, und auch auf der Bahnstrecke ist mit weiteren Verzögerungen zu rechnen.

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