Schwarzwald aktuell
Foto: Foto: karlo54 – stock.adobe.com
Blick auf den Mummelsee mit dem Hotel. Der See ist nicht nur eines der beliebtesten Ausflugsziele im Schwarzwald, sondern um ihn ranken sich auch mit die meisten Sagen.
Blick auf den Mummelsee mit dem Hotel. Der See ist nicht nur eines der beliebtesten Ausflugsziele im Schwarzwald, sondern um ihn ranken sich auch mit die meisten Sagen.
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Geheimnisvoller Schwarzwald: Die Sage vom Mummelsee

11. Juli 2024
Der Mummelsee ist 3,7 Hektar groß, hat einen Umfang von rund 800 Metern und eine Tiefe von 18 Metern. Damit ist er der größte der sieben Karseen im Schwarzwald. Auf 1036 Metern Höhe, direkt an der Schwarzwaldhochstraße gelegen, zieht der Mummelsee zahlreiche Besucher an. Er ist nicht nur eines der beliebtesten Ausflugsziele, sondern auch ein Ort voller Geheimnisse und Mythen.

Eine der Berühmtesten Sagen des Mummelsees möchten wir euch hier erzählen. Was heißt wir: Grundlage für unsere Darstellung der Sage ist die Internetseite der Erlebniswelt Mummelsee www.mummelsee.de, auf der wir die Sage entdeckt haben.

Die Mummelsee-Sage

Tief in den dunklen Wäldern des Schwarzwalds liegt der Mummelsee, benannt nach den geheimnisvollen Seefräulein, auch Mümmlein genannt. In der unergründlichen Tiefe des Sees steht ein prächtiges, kristallenes Schloss, umgeben von Gärten, in denen blutrote Korallen neben duftenden Seerosen blühen. Die Mümmlein sind wunderschöne, zarte Gestalten von rosiger Schönheit und schlankem Wuchs. Jede Nacht steigen sie aus den Tiefen empor, tanzen bei Mondschein und huschen mit Spindeln zu den Häusern im Tal, um zu helfen.

Früher kamen die Mümmlein oft ins Tal, halfen den Bauern und Holzhauern bei der Arbeit und hüteten die Kinder, wenn die Frauen auf den Feldern beschäftigt waren. Doch sobald die Sterne am Himmel erschienen, mussten sie zurück in ihr Schloss auf dem Grund des Sees – so hatte es ihr König befohlen.

Eines dieser schönen Seefräulein verliebte sich in einen jungen Bauernsohn aus Seebach. Als im Tal Kirchweih war, kamen die Seejungfrauen ins Wirtshaus, wo getanzt wurde. Das Mümmlein tanzte einen Tanz nach dem anderen mit ihrem Liebsten. Kein Mädchen im ganzen Tal war so schön und konnte so anmutig tanzen wie sie.

Was, Sie sagen es gibt keine Mummelseenixen? Von wegen! Dieses Foto beweist das Gegenteil. Bild: WHerzog, CC0, via Wikimedia Commons

Als es dunkel wurde, kehrten alle Seefräulein in ihr Schloss zurück – nur das verliebte Mümmlein konnte sich nicht trennen. Immer wieder tanzte sie weiter, verlor sich in der Zeit und dachte, die Nacht würde im Tal früher kommen als im Wald. Plötzlich schlug die Kirchturmuhr zehn. Panik erfüllte das Herz der Seejungfrau. Sie zog ihren Liebsten aus dem Saal und rannte mit ihm den Berg hinauf. Am Ufer des Sees sprach sie traurig: „Jetzt werden wir uns wohl nie wiedersehen, denn ich werde sterben müssen. Warte hier. Steigt Blut aus der Tiefe, so habe ich mein Leben verloren. Wenn nicht, werde ich bald wieder bei dir sein.“

Mit einer Weidenrute schlug sie dreimal aufs Wasser. Das Wasser teilte sich, und eine marmorweiße Treppe erschien, die ins kristallene Schloss führte. Hinter dem Mümmlein schloss sich das Wasser wieder. In der dunklen Nacht regte sich keine Welle, bis eine kleine, dunkle Woge aus der Tiefe stieg. Es war das Blut des armen Mümmleins, das für seine Liebe sterben musste.

Woher der See wirklich seinen Namen hat

Zum Schluss möchten wir Ihnen noch verraten, woher der Mummelsee wirklich seinen Namen hat: Er stammt von den weißen Seerosen, die im Volksmund „Mummeln“ genannt werden.

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