Foto: Michael Neuenhagen
Auch solche Aktionen gehören zu „Bad Dürrheim blüht auf“: Bei einer gut besuchten Waldbegehung im Frühjahr 2026 in Unterbaldingen erläutert Revierförster Matthias Berger den Zustand des Waldes. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frühjahrsblüte. Foto: Michael Neuenhagen
Auch solche Aktionen gehören zu „Bad Dürrheim blüht auf“: Bei einer gut besuchten Waldbegehung im Frühjahr 2026 in Unterbaldingen erläutert Revierförster Matthias Berger den Zustand des Waldes. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frühjahrsblüte. Foto: Michael Neuenhagen
Foto: Michael Neuenhagen

Bad Dürrheim blüht auf – Vorbild weit über Stadtgrenzen hinaus

22. August 2026
Seit sieben Jahren zeigt die Initiative „Bad Dürrheim blüht auf“, wie wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement Natur, Stadtbild und Gemeinschaft verändern kann. Was 2018 als Idee des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens begann, ist heute ein breites Bündnis aus Unternehmen, Verbänden, Verwaltung und engagierten Bürgerinnen und Bürgern – und ein Beispiel dafür, wie Kommunen mit vereinten Kräften ökologische Herausforderungen meistern können.
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Seit sieben Jahren zeigt die Initiative „Bad Dürrheim blüht auf“, wie wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement Natur, Stadtbild und Gemeinschaft verändern kann. Was 2018 als Idee des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens begann, ist heute ein breites Bündnis aus Unternehmen, Verbänden, Verwaltung und engagierten Bürgerinnen und Bürgern – und ein Beispiel dafür, wie Kommunen mit vereinten Kräften ökologische Herausforderungen meistern können.

Eine Idee wird zur Bewegung

Der Ausgangspunkt war ein leiser, aber deutlicher Notstand: Der Bestand an Streuobstwiesen ist seit den 1950er‑Jahren deutschlandweit um rund 75 Prozent zurückgegangen, auch im Schwarzwald‑Baar‑Kreis verschwanden wertvolle Biotope zunehmend. Gleichzeitig nahm der Rückgang von Wildbienen und Schmetterlingen spürbar zu. Für den Mineralbrunnen, dessen Geschäft unmittelbar von „sauberem Tiefengrundwasser und gesunden Böden“ abhängt, war dies der Auslöser, eine Initiative zu starten, die nicht nur Naturschutz, sondern vor allem Vernetzung zum Ziel hatte.

Ein Netzwerk, das trägt

Bad Dürrheim war dabei keineswegs „eine ökologische Wüste“. Die Kurstadt brachte mit Kurpark, Grünanlagen und engagierten Landwirten und Imkern bereits gute Voraussetzungen mit. Das eigentliche Verdienst der Initiative liegt darin, vorhandenes Engagement zu bündeln, sichtbar zu machen und mit System weiterzuentwickeln. Heute sitzen am Tisch nicht nur Naturschutzverbände, sondern auch Bauhof, Kur- und Bäder GmbH, NABU, Biolandwirte, lokale Betriebe und Ehrenamtliche. Diese Mischung macht die Gruppe schlagkräftig: „Wo eine Idee entsteht, findet sich meist auch jemand, der sie umsetzen kann“, fasst Sprecher Michael Neuenhagen zusammen.

Beispiele, die Wirkung zeigen

Die Projekte reichen von Blühwiesen über klimaangepasste Staudenflächen bis zu Bildungsformaten wie Heckenspaziergängen oder Waldbegehungen. Exemplarisch stehen der Biodiversitätspfad, die Teilnahme am Landesprogramm „Natur nah dran“ oder die neu angelegte Blühfläche auf dem städtischen Friedhof für die Vielfalt der Aktivitäten.

Warum Bad Dürrheim ein Vorbild sein kann

Der Nutzen ist vielschichtig: mehr Lebensraum für Insekten und Vögel, gesündere Böden, sauberere Gewässer – und ein Stadtbild, das Bad Dürrheim als Kur- und Erholungsort stärkt. Unternehmen zeigen gelebte Verantwortung, Bürgerinnen und Bürger erleben eine Stadt, die bunter, lebendiger und gemeinschaftlicher geworden ist. Vor allem aber zeigt die Initiative, dass jede Kommune profitieren kann, wenn Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft zusammenarbeiten. Bad Dürrheim kann damit auch ein Vorbild für andere Orte, andere Kommunen sein. Ja dann . . .

Kontakt

Bad Dürrheimer Mineralbrunnen Seestraße 11, 78073 Bad Dürrheim Tel. 07726/66 09 160 E-Mail: [email protected]

GVV‑Umweltbüro Donaueschingen Karlstraße 49, 78166 Donaueschingen Tel. 0771/1751 6441 E-Mail: [email protected]

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