Im Jahr legen 1700 Kreuzfahrtschiffe an
Habt ihr gewusst, dass inzwischen Jahr für Jahr rund 1.700 Kreuzfahrtschiffe in Breisach anlegen? Eine stolze Zahl. Und diese Zahl prägt Breisach inzwischen wesentlich mit. Ja, etwas über 20 Prozent des touristischen Gesamtumsatzes stammen mittlerweile aus der Flusskreuzfahrt. Gastronomie, Handel und lokale Anbieter profitieren spürbar. Für Senn ist das ein stabiler Motor, den man nicht nur pflegen, sondern gezielt weiterentwickeln müsse: Breisach habe „beste Voraussetzungen, um im europäischen Flusskreuzfahrtnetz noch sichtbarer zu werden“.
Tagungsort der europäischen Flusskreuzfahrt-Branche
Wie weit Breisachs Bedeutung reicht und welchen Stellenwert der Ort in der Branche inzwischen genießt, zeigte sich erst in diesem Jahr vom 8. bis 10. Juni, als die europäische Flusskreuzfahrtorganisation River Cruise Europe (RCE) in Breisach und Neuf-Brisach tagte. Rund 70 Vertreter von Reedereien, Veranstaltern und Incoming-Agenturen kamen zur Mitgliederversammlung. Für Senn war das ein starkes Signal: Die Region gilt als grenzüberschreitende Modell-Destination, die deutsche und französische Angebote ideal verbindet – ein Standortvorteil, den man weiter ausspielen will.
Starke Infrastruktur, kurze Wege
Ein Schlüssel zum Erfolg ist die kompakte und moderne Infrastruktur. Vier zentrale Liegeplätze auf deutscher Seite – direkt unterhalb des Münsterbergs – sorgen für kurze Wege ins Zentrum. Große Anbieter wie Viking Cruises und CroisiEurope haben eigene Steiger. Und weil die Nachfrage weiter steigt, wurde die Destination binational erweitert: Auf der französischen Rheininsel Île du Rhin stehen zwei zusätzliche Steiger bereit. Senn betont: „Mit beiden Rheinseiten können wir flexibel auf die steigenden Schiffszahlen reagieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität erhöhen.“
Ein Tag voller Eindrücke
Die Schiffe bleiben zwischen vier und zehn Stunden. Viele Gäste unternehmen einen Spaziergang in die Breisacher Innenstadt, vorbei an kleinen Geschäften, Eisdielen und Cafés. Besonders beliebt sind regionale Produkte, Kunsthandwerk und Feinkost – Souvenirs, die den Rhein ein Stück weit mit nach Hause nehmen.

Das Münster lockt
Fast automatisch führt der Weg der meisten Besucher hinauf zum hoch über der Stadt thronenden St. Stephansmünster. Der romanisch-gotische Bau mit seinen vielfältigen Kunstschätzen und dem weiten Blick über das Rheintal ist die wohl eindrucksvollste Station eines Breisach-Besuchs.
Wer einkehren möchte, findet eine lebendige Mischung aus Restaurants und Cafés: badische Klassiker, Flammkuchen, eine Brezel auf die Hand oder ein Glas regionaler Wein gehören zu den Favoriten der Kreuzfahrtgäste. Dazu kommen Führungen und Verkostungen in der traditionsreichen Geldermann Privatsektkellerei oder im Badischen Winzerkeller – Programmpunkte, die sehr gefragt sind.
Sprungbrett ins Dreiländereck
Viele Gäste nutzen Breisach zudem als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Umland: Auf französischer Seite locken Neuf-Brisach und Colmar, auf deutscher Seite steht Freiburg fast immer im Programm. Die Kombination aus Stadtbummel, Genussmomenten und Ausflügen macht die Europastadt am Rhein zu einem idealen Tagesziel für den Kreuzfahrttourismus. Breisachs Zukunft hat auch viel mit dem Kreuzfahrttourismus zu tun.






