Oppenau – Waldbrand am steilen Hang
Am späten Samstagabend, dem 25. Juli 2026, verwandelte sich ein steiler Hang oberhalb von Oppenau in eine lodernde Gefahrenzone. Gegen 22.20 Uhr brach im Bereich Kleine Ebene/Schlossgrundweg ein Waldbrand aus, der sich in der ausgedörrten Vegetation rasch ausbreitete. Rund 3.000 Quadratmeter standen in Flammen – und die Lage war so unübersichtlich, dass ein Polizeihubschrauber die Einsatzkräfte zeitweise aus der Luft unterstützte.
Mehr als 200 Einsatzkräfte aus dem Rench- und Achertal kämpften stundenlang gegen das Feuer. Die steile Hanglage erschwerte jeden Schritt, immer wieder flammten Glutnester im Unterholz auf. Auch am Sonntag mussten die Kräfte nachlöschen. Landwirte brachten mit Tankwagen Löschwasser zur Einsatzstelle, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Feuerwerksraketen Brandursache?
Verletzt wurde niemand, Gebäude waren nicht gefährdet. Doch im Stadtgebiet und auf der B 28 kam es zu Sperrungen. Während die Feuerwehr arbeitete, nahm die Polizei Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung auf. Drei Jugendliche sollen trotz der extremen Trockenheit Feuerwerksraketen gezündet haben. Zeugen beobachteten sie im betroffenen Gebiet, die Polizei identifizierte sie – nun wird geprüft, ob die Raketen den Brand ausgelöst haben.

Gengenbach – Wald in Flammen
Nur wenige Stunden später, um 2.58 Uhr in der Nacht, wurde die Feuerwehr Gengenbach zu einem Vegetationsbrand im Bereich Wolfslache alarmiert. Als die ersten Kräfte eintrafen, brannten bereits 5.000 bis 6.000 Quadratmeter Waldfläche. Die Hitze und Trockenheit ließen das Feuer sofort weiterziehen – ein Großeinsatz war unausweichlich.
Feuerwehren aus Berghaupten, Ohlsbach, Hohberg, Biberach, Offenburg, Hausach und Seelbach wurden nachalarmiert. Die Wasserversorgung wurde zur größten Herausforderung: Mehrere Tanklöschfahrzeuge pendelten ununterbrochen, ein Landwirt stellte ein Güllefass bereit. Insgesamt wurden rund 100.000 Liter Wasser zur Einsatzstelle transportiert.
Ingesamt waren 125 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Maltesern und Bergwacht im Einsatz, unterstützt von 25 Fahrzeugen. Dank des schnellen und professionellen Eingreifens konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Doch der nächtliche Großeinsatz zeigt erneut, wie angespannt die Lage im Schwarzwald derzeit ist.






