Bombenangriff auf Pforzheim. Eine Stadt trägt Trauer

Gedenkstelen auf dem Wallberg bei NachtGedenkstelen auf dem Wallberg bei Nacht

Bombenangriff auf Pforzheim. Eine Stadt trägt Trauer

Donnerstag, 20 Februar 2020

Der 23. Februar 1945 war mit Sicherheit der schwärzeste Tag in der Geschichte Pforzheims. Es war der Tag, an dem Pforzheim innerhalb von 20 Minuten durch einen alliierten Fliegerangriff fast vollständig zerstört wurde.

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Nach Dresden und Hamburg waren die Angriffe auf Pforzheim die drittgrößten, die auf eine deutsche Stadt geflogen wurden.

368 Flugzeuge der Royal Air Force warfen damals 1575 Tonnen Bomben ab. Rund 18.000 Menschen starben während der Bombardierung und es dauerte 40 Jahre, um die Schäden komplett zu beseitigen und die Stadt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Der 23. Februar ist Jahr für Jahr offizieller Gedenktag der Stadt. Ein Tag der Trauer und Besinnung, dem friedlichen Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs. Gleichzeitig wird in der Stadt allen Opfern des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs gedacht. Es ist ein Bündnis der Menschlichkeit, das sich an diesem Tag in der Uhren- und Schmuckstadt versammelt, um auch ein Bekenntnis zu einem friedlichen Miteinander, Toleranz und der Achtung vor der Würde eines jeden Einzelnen abzulegen.

Zu den Gedenkveranstaltungen am 75. Jahrestag gehören Gottesdienste, Ausstellungen, Vorträge, Filme und manches mehr. Die zentrale Gedenkveranstaltung ist um 15 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Ein Höhepunkt ist sicher ab 19.30 Uhr.  Auf dem Marktplatz wird ein Meer aus Lichtern entstehen und Tausende von Kerzen die Dunkelheit erhellen, während das Glockenläuten der Pforzheimer Kirchen an den verheerenden Angriff vor 75 Jahren erinnern wird. Ein Zeichen für Frieden und Verständigung, gegen Hass, Rassismus Intoleranz und Antisemitismus. Den kompletten Programmflyer kann man sich unter www.pforzheim.de herunterladen.

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