Foto: Symbolbild, Von Sebastiart, www.stock.adobe.com
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Update: Waldbrand bei Schramberg jetzt unter Kontrolle

17. August 2026
Aufatmen in Schramberg: Der große Waldbrand, der zuletzt rund 400 Einsatzkräfte in Atem gehalten hat, ist unter Kontrolle. Einen entscheidenden Beitrag dazu hat nach Angaben eines Feuerwehrsprechers der Regen am Vormittag geleistet, der die Flammen spürbar ausgebremst hat. Alles Gute kam da sozusagen von oben. Auch ein Polizei‑Hubschrauber mit Löschwasserbehälter zeigte in dem teils schwer zugänglichen Gebiet Wirkung.
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Die Lage heute Nachmittag

Feuer ist noch nicht ganz aus

Laut Feuerwehr ist das Feuer inzwischen in allen Bereichen unter Kontrolle – auch in den schwer zugänglichen Abschnitten am Steilhang, die den Einsatzkräften zuletzt die größten Probleme bereitet hatten. Ganz gelöscht ist der Brand jedoch noch nicht. Das Feuer ist weiterhin nicht vollständig aus. Für die umliegenden Wohngebiete besteht laut Einsatzleitung aktuell keine unmittelbare Gefahr mehr.

Rund 20 Hektar Wald betroffen

Zuletzt hatten rund 400 Kräfte mit über 80 Fahrzeugen das Feuer bekämpft. Rund 20 Hektar Wald sind den Flammen zum Opfer gefallen. Derzeit sind ein Hubschrauber und Einsatzkräfte am Boden u.a. mit der Bekämpfung von Glutnestern beschäftigt.

Durch den einsetzenden Regen hat die extreme Rauch- und Geruchsbelästigung in der Region spürbar abgenommen. Dennoch werden die Anwohner in Schramberg‑Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach gebeten, Fenster und Türen vorerst geschlossen zu halten. Auch Klikmanalgen sollten noch aus bleiben.

So war die Lage heute Vormittag

  • Richtung Lauterbach: Das Landratsamt meldet eine stabile, „statische Flanke“ – das Feuer bewegt sich hier nicht weiter.
  • Richtung Tennenbronn und Talstadt: In diesen Bereichen breiten sich die Flammen leider weiter aus.
  • Einsatzdauer: Die Feuerwehr kann aktuell noch überhaupt nicht absehen, wie lange die Löscharbeiten noch andauern werden.

Extreme Herausforderungen im Gelände

Das betroffene Waldgebiet ist extrem steil und unwegsam. Die Bodencrews können teilweise gar nicht direkt an die Brandherde vorrücken. Die Einsatzleitung versucht, das Feuer von drei Seiten einzudämmen. Vor diesem Hintergrund kommt den Niederschlägen gerade in diesen Geländebereichen eine strategisch entscheidende Rolle zu. Wie heißt doch das geflügelte Wort „Alles Gute kommt von oben.“ in dem Fall trifft es ganz bestimmt zu,

Freibad Tennenbronn als Löschwasserlieferant

Um das städtische Trinkwassernetz vor einer Überlastung zu schützen, ist die Entnahme dort streng limitiert. Die Feuerwehr greift stattdessen primär auf einen lokalen Löschteich sowie auf das Wasserbecken des Freibads in Tennenbronn zurück.

Und so war die Lage gestern

Die Alarmierung erfolgte um 17:37 Uhr. Binnen Minuten fraßen sich die Flammen durch das ausgetrocknete Unterholz und zogen den steilen, von Fichten und Tannen geprägten Hang hinab in Richtung Schramberger Talstadt. Zunächst brannten rund zwei Hektar, bis zum späten Abend wuchs die betroffene Fläche auf acht bis zehn Hektar an.

Feuer breitet sich rasend schnell aus

Meterhohe Flammen schlugen aus dem Wald, die extreme Trockenheit begünstigte die Ausbreitung. Gegen Mitternacht war der Brand noch nicht unter Kontrolle. Das Feuer breitete sich am Hang in Richtung der Talstadt aus, und die Einsatzkräfte versuchen mit einem Großaufgebot, eine Ausbreitung zu verhindern und ein Übergreifen der Flammen auf Häuser zu verhindern.

Löscharbeiten im schwierigen Gelände

Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK gestaltet sich die Brandbekämpfung äußerst anspruchsvoll. Durch die starke Hanglage fließt Löschwasser sofort ab, die Trockenheit verschärft die Lage zusätzlich. Die Kräfte mussten daher auf eine Verteidigungsstrategie umstellen: Entlang von Forstwegen werden Riegelstellungen aufgebaut, um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf weitere Waldflächen zu verhindern. Allein von der Feuerwehr waren 35 Fahrzeuge im Einsatz. Viele davon auch von benachbarten Wehren, die zur Unterstützung herbeieilten.

Unterstützung aus der Luft und von Landwirten

Ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Drohneneinheiten liefern der Einsatzleitung Wärmebilder und Lageübersichten aus der Luft. Gleichzeitig unterstützen örtliche Landwirte die Feuerwehr: Mit ihren Güllefässern transportieren sie im Pendelverkehr große Mengen Löschwasser an den Brandherd – ein entscheidender Beitrag angesichts der schwierigen Versorgungslage im Gelände.

Warnung vor Rauchgasen

Für die Bevölkerung in Schramberg‑Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach wurde eine Warnung herausgegeben. Wegen der starken Rauchentwicklung sollen Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungs‑ und Klimaanlagen abschalten. Eine unmittelbare Gefahr für Wohngebäude besteht laut Einsatzleitung derzeit nicht.

Straße gesperrt – Stromleitung abgeschaltet

Der Großbrand hat auch Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur. Die Verbindungsstraße zwischen Schramberg und Lauterbach ist komplett gesperrt. Durch die Hitze lösen sich Gesteinsbrocken aus dem Hang und stürzen auf die Fahrbahn. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem eine nahegelegene 10‑kV‑Stromleitung vom Netzbetreiber abgeschaltet. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich die gesamte Nacht andauern.

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