3 Einsätze in 24 Stunden
Dort musste die Feuerwehr innerhalb eines Tages gleich dreimal ausrücken. Der jüngste Einsatz ereignete sich in der vergangenen Nacht, als die Kräfte zu einem Flächenbrand im Gebiet der Gemeinde Wallbach gerufen wurden. Das Feuer drohte sich auszubreiten, konnte aber dank des schnellen Eingreifens rasch gelöscht werden. Die Einsätze zeigen deutlich, wie hoch das Risiko derzeit ist: Ein Funke genügt oft, um einen Brand auszulösen.
Waldbrandindex: Fast ganz BW in Stufe 4
Ein Blick auf den Waldbrandindex Baden‑Württemberg macht die Lage greifbar. An 61 Messpunkten im Land wird täglich die Waldbrandgefahr ermittelt – von Stufe 1 („sehr geringe Gefahr“) bis Stufe 5 („höchste Gefahr“).
Aktuell liegt fast das gesamte Land mindestens in Stufe 4, also „hohe Gefahr“. Nur zwei Messstellen weichen nach unten ab – und zwar klar nach unten, denn beide stehen lediglich auf Stufe 3, also „mittlere Gefahr“. Eine dieser beiden liegt mit Pforzheim‑Ispringen sogar im Bereich der Ferienregion Schwarzwald.
Schwarzwald: 3 Messstellen auf Stufe 5, 19 auf 4
In der Ferienregion Schwarzwald befinden sich 23 der 61 Messstellen. Die unten stehende Verteilung zeigt, wie angespannt die Lage ist:
- 3 Messstellen stehen in der höchsten Warnstufe 5: Rheinau‑Memprechtshofen, Wutöschingen‑Ofteringen, Rheinfelden.
- 19 Messstellen liegen in der Stufe 4, also „hohe Gefahr“.
- Nur eine im Schwarzwald‑Gebiet steht auf Stufe 3.
Damit ist klar: Vorsicht ist angesagt. Schon kleine Unachtsamkeiten können große Folgen haben.

So könnt ihr Waldbrände verhindern
Die Behörden fordern in der aktuellen Situation dazu auf, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung von Waldbränden zu halten. Ein Funke genügt, um ein Brand mit oft schlimmen Folgen auszulösen. Hier sind die Empfehlungen des baden-württembergischen Innenministeriums.
- Grillen nur an offiziellen Feuerstellen, sofern diese freigegeben sind
- Feuerwehr per Notruf über unerlaubte Feuerstellen informieren, wenn diese brennen oder noch warm sind. Der Notruf ist kostenlos, auch wenn die Feuerwehr nicht mehr tätig werden muss
- Kleinere Feuer nach Möglichkeit selbst löschen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
- Auf Wanderparkplätzen genug Platz lassen, damit Feuerwehrautos durchfahren können
- Grundsätzliches Rauchverbot im Wald von März bis Oktober beachten
- Vorsicht beim Parken von Autos: Heiße Fahrzeugteile können trockene Wiesen entzünden
- Vorsicht im Umgang mit Maschinen wie Rasenmähern oder Motorsägen: Diese können durch Hitze, Funkenschlag oder durchs Befüllen mit Kraftstoff ebenfalls Brände auslösen
Was tun, wenn es brennt
Wichtig ist es Ruhe zu bewahren und sich und andere Personen nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte.
- Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
- Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
- Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
- Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
Nutzen Sie die kostenfreie App „Hilfe im Wald“, im Notfall könnt ihr die Einsatzkräfte direkt zu ihrem Standort navigieren.






