Freiburg erlebt eine Fußballnacht für die Ewigkeit
Schon Stunden vor dem Anpfiff war rund ums Stadion zu spüren: Heute kann etwas ganz Großes passieren. Und dann diese unglaublichen Momente vor dem Spiel. Als die Mannschaften den Rasen betreten, verwandeln die Fans das Europa-Park-Stadion in ein gigantisches rot-weißes Fahnenmeer. Eine riesige, atemberaubende „Choreo“, tausende Schals in der Luft und ohrenbetäubende Gesänge – Gänsehaut pur. Freiburg ist bereit. Jetzt muss nur noch die Mannschaft liefern. Und das tut sie dann auch. Auf eine großartige Art und Weise!

Klasse Auftritt der Mannschaft
Von Beginn an spielte der SC mutig, leidenschaftlich und voller Energie. Nach einer frühen Roten Karte gegen Braga übernahmen die Freiburger immer mehr das Kommando. Lukas Kübler brachte den Sport-Club mit 1:0 in Führung und das Stadion zum Beben. Als Johan Manzambi mit einem Traumtor das 2:0 nachlegte, schien der Traum plötzlich ganz nah. Doch damit nicht genug: Wieder war es Kübler, der mit seinem zweiten Treffer des Abends sogar das 3:0 erzielte. Jetzt kannte die Euphorie auf den Rängen endgültig keine Grenzen mehr.
Dramatische letzte Minuten
Doch Braga gab sich noch lange nicht geschlagen. Die Portugiesen erzielten das 3:1 und plötzlich wurde es noch einmal richtig dramatisch. In den Schlussminuten warf Braga alles nach vorne. Jeder Ball in den Freiburger Strafraum sorgte für Herzklopfen, jeder gewonnene Zweikampf wurde im Stadion frenetisch gefeiert. Die Fans standen längst alle. Das ganze Stadion am Zittern, am Beben. Wann pfeift der Schiri endlich ab?
Und dann ist er da: der Schlusspfiff . . .
Grenzenloser Jubel bricht los. Freiburgs Helden sinken erschöpft auf den Rasen, Fans liegen sich in den Armen, viele haben Tränen in den Augen. Es gibt kein Halten mehr. Zahlreiche Anhänger strömten friedlich aufs Spielfeld, Spieler und Fans gemeinsam diesen historischen Einzug ins Finale. Freiburg bebt.
Ausnahmezustand in der Stadt
Auch draußen wird bis spät in die Nacht gefeiert. Rund ums Stadion, in der Innenstadt und in den Kneipen herrschte Ausnahmezustand. Immer wieder hallen „Finale! Finale!“-Rufe durch die Stadt. Autos hupen, Menschen tanzen auf den Straßen und völlig fremde Leute fallen sich jubelnd in die Arme. Es war eine dieser Nächte, die Fußball unsterblich machen.
Istanbul, wir kommen!
Jetzt wartet das Finale. Und spätestens seit gestern weiß ganz Fußball-Deutschland: Mit diesem SC Freiburg ist alles möglich.
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