Dafür gilt es aber ab 21 Uhr (live bei RTL) im Europa-Park-Stadion die 1:2-Niederlage im Hinspiel gegen das portugiesische Team Sporting Braga vergessen zu machen. Zwei Möglichkeiten gibt es dafür: Man gewinnt mit zwei Toren Vorsprung. Dann ist ohnehin alles klar. Oder aber es reicht auch nach Verlängerung nur zu einem Sieg mit einem Tor Unterschied, und man setzt sich dann im Elfmeterschießen mit Elfmeterkiller Atubolu im Tor durch.
Mit Zuversicht in die Partie
Beim SC Freiburg weiß man um die Schwere der Aufgabe, aber unlösbar ist sie ganz sicher nicht. Immerhin haben die Freiburger die letzten zehn Heimspiele in der Europa League saisonübergreifend allesamt gewonnen. So etwas nennt man Heimstärke! Ja, der SC hat in den letzten europäischen Spielzeiten bereits für viele denkwürdige, großartige Abende gesorgt. Und der nächste soll am heutigen Abend im bisher größten Spiel der Vereinsgeschichte folgen. Und die Jungs auf dem Rasen können sicher sein: Nicht nur sie, auch die Fans auf den Rängen werden alles geben.
Schon mal einen Rückstand aufgeholt! Und wie!
Niederlagen sind schmerzhaft, können aber durchaus hilfreich sein. Die 0:1-Niederlage im Europa-League-Achtelfinale beim KRC Genk verdaute der Sport-Club gut und schlug die Belgier eine Woche später vor heimischem Publikum furios mit 5:1. Auch wenn niemand auf SC-Seite einen ähnlich deutlichen zweiten Halbfinal-Teil erwartet, können Trainerteam und Spieler auf die Erfahrungen aus diesen Spielen zurückgreifen.
„Es ist wichtig, die Kontrolle und die Disziplin zu behalten. Es ist nur ein Tor“, sagt Matthias Ginter mit Blick auf die 1:2-Niederlage in Portugal. „Wir wissen alle, wie schnell ein Tor fallen kann. An der Herangehensweise ändert das nicht viel.“ Auch Julian Schuster betont, wie wichtig es ist, sich trotz der Bedeutung der Partie nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: „Wir brauchen nichts Besonderes in unserer Herangehensweise und vertrauen unseren Abläufen.“ Oder, wie es Ginter ausdrückt: „Nicht zu viel nachdenken, einfach Fußball spielen – wie wir es als Kinder gelernt haben.“
Beide Teams müssen auf Offensivspieler verzichten
Fast parallel zum 1:1 der Breisgauer gegen den VfL Wolfsburg erspielte sich auch Sporting Braga am Sonntagabend vor heimischem Publikum ein 1:1 gegen den Tabellenneunten Estoril Praia. Das Tor der Mannschaft von Trainer Carlos Vicens erzielte der 21-jährige Mario Dorgeles, der auch den späten Siegtreffer gegen den Sport-Club erzielt hatte. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste kam im Hinspiel nach 25 Minuten für Kapitän Ricardo Horta, der mit einer Muskelverletzung im rechten Oberschenkel für das Spiel in Freiburg ausfallen wird.
Auch die Freiburger gehen ohne einen wichtigen Offensivspieler in diese Partie. Yuito Suzuki hat sich am Sonntagabend eine Schlüsselbeinfraktur zugezogen und wurde bereits operiert. „Natürlich ist das schmerzhaft, wenn wir jemanden verlieren“, kommentiert Julian Schuster. „Es ist aber auch eine Chance, nochmal enger zusammenzurücken.“
Quellen: Marius Faller, gb






