Im Laufe des heutigen Freitags, 15. August, nimmt die Spannung im Wettergeschehen im Schwarzwald kräftig zu: Eine Kaltfront schiebt sich aus Skandinavien nur langsam nach Südosten vor und trifft dabei auf eine schwülheiße, subtropische Luftmasse – Zündstoff für kräftige Gewitter. Besonders im südlichen Bergland ist ab dem Nachmittag mit schweren Gewittern zu rechnen – Blitz, Donner, starker Platzregen, Hagel und Sturm inklusive.
In den niedrigen Lagen sind Gewitter zwar weniger wahrscheinlich, aber auch dort ist in den Abendstunden nicht ausgeschlossen, dass einzelne Zellen durchziehen. Mit Niederschlagsraten von bis zu 20 l/m² pro Stunde, kleinem Hagel und Sturmböen bis etwa 80 km/h dürften sich die Bedingungen drastisch verschärfen.
Lokal ganz oben – im Bergland – kann es richtig heftig werden: Extreme Unwetter mit bis zu 60 l/m² in kürzester Zeit, Hagelkörnern um 2 cm Durchmesser und schweren Böen bis 100 km/h – ohne viel Bewegung der Gewitterzellen, so dass eine Region längere Zeit betroffen sein könnte.
In der Nacht lässt der Spuk nach, die Gewitter schwächen sich ab. Aber schon am Samstag droht neues Unheil Dann besonders südlich der Donau und im Südschwarzwald erneut Gewitter mit Starkregen bis 50 l/m² in 1–2 Stunden, Hagel und Sturmböen – Unwetterstufe ist erneut möglich.
Parallel dazu bleibt es warm – heute herrscht landesweit hohe Wärmebelastung, im Norden und Westen Baden-Württembergs gar extreme Hitze. Nur die Berglagen sind da eine milde Ausnahme.
Verhaltenshinweise bei Warnstufe 4: Extremes Unwetter
Stufe 4: Amtliche Warnung vor extremem Unwetter (Dunkelrot)
Die höchste Warnstufe – amtliche Warnung vor extremem Unwetter – ist erreicht, wenn der DWD das erwartete Wetter in die Warnstufe 4 einreiht, die farblich mit dunkelrot gekennzeichnet ist. Das entsprechende Wetter kann für lebensbedrohliche Situationen, große Schäden und Zerstörung sorgen. Häufig sind von solchen Wetterereignissen größere Gebiete betroffen.
Bei Warnstufe 4 sollten Aufenthalte im Freien vermieden werden. Vorsicht ist geboten und Menschen in dem betroffenen Gebiet sollten sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren. Zudem weist der DWD darauf hin, dass den Anweisungen von Behörden sowie von Ordnungs- und Hilfskräften gefolgt werden sollte und Personen im Risikogebiet sich auf außergewöhnliche Maßnahmen vorbereiten sollten.





