Auch wenn der Sommer 2025 in diesen Tagen bislang eher feucht daherkommt – alle Erfahrungen der letzten Jahre und die im bisherigen Sommerverlauf – sprechen eine andere Sprache. Trockenperioden, steigende Temperaturen und wenig Niederschlag haben das Waldbrandrisiko deutlich erhöht. Jetzt soll ein neues digitales Informationssystem die Waldbrandgefahr reduzieren.
Eine Nachricht, die natürlich gerade auch für den Schwarzwald von allergrößter Wichtigkeit ist, stellt er doch mit Abstand das größte zusammenhängende Waldgebiet Baden-Württembergs und damit ein sensibles Ökosystem mit hoher Bedeutung für Klima, Artenvielfalt und Tourismus.
Das bringt das neue Informationssystem WAMIN
Um für den Ernstfall besser gerüstet zu sein, hat das Land ein neues digitales Werkzeug an den Start gebracht: das Waldbrandmanagement-Informationssystem, kurz WAMIN. Seit dem 5. Juli ist es offiziell in Betrieb. Es soll Feuerwehr, Förster und Waldbesitzer dabei unterstützen, schneller zu reagieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und vor allem präventiv tätig zu werden.
Auch für Laien nutzbar
WAMIN bündelt eine Vielzahl relevanter Daten, darunter Wetterinformationen, Geodaten, Karten zur Netzabdeckung, Gefahrzonen und das bestehende Wegenetz. Die Plattform richtet sich nicht nur an Experten mit technischem Know-how, sondern ist laut Forstminister Peter Hauk auch für Laien nutzbar – etwa Waldbesitzer, die sich über aktuelle Risiken und Schutzmaßnahmen informieren wollen. „Das System schließt Informationslücken und reduziert Abstimmungsaufwand“, so Hauk.
„Digitales Werkzeug“
Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann lobt das neue System: „Es ist ein unverzichtbares digitales Werkzeug, mit dem wir besser vorbereitet sind und Prävention zielgerichteter planen können.“ Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Sicherheit der Einsatzkräfte. Mithilfe von sogenannten Gefahrzonen- und Präventionskarten lässt sich besser einschätzen, wo besondere Risiken bestehen – zum Beispiel in Gebieten mit viel Totholz oder in der Nähe von Wohngebieten und Krankenhäusern.
Gerade im Schwarzwald, wo sich riesige Waldflächen teils schwer zugänglich über Berge und Täler erstrecken, ist eine solche zentrale Plattform ein wichtiger Schritt. Denn was heute noch grün und feucht ist, kann morgen schon zur Brandgefahr werden. Umso wichtiger, dass Technik, Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand arbeiten – im Interesse unseres Waldes, im Interesse unserer Zukunft!






