6 jetzt sesshaft – Nachwuchs wird erwartet
Bei dem Wolf, der sich nun im Südwesten niedergelassen hat, handelt es sich um den Wolfsrüden mit der wissenschaftlichen Bezeichnung GW5057m. Er wurde bereits im September 2025 erstmals im Landkreis Freudenstadt nachgewiesen und danach noch mehrfach in der Region bestätigt. Die Folge: Das Tier gilt nun als sesshaft. Erst Anfang April war zudem eine Wölfin, eine sogenannte Fähe, im Enztal im Nordschwarzwald als sesshaft gemeldet worden – inklusive bestätigter Paarbildung mit einem dort bereits ansässigen Rüden.
Damit halten sich aktuell sechs Wölfe dauerhaft in Baden-Württemberg auf. Neben dem neu ansässigen Wolf GW5057m sind dies die Fähe GW4816f und ihr mutmaßlicher Partner GW852m sowie drei weitere männliche Tiere: GW2672m im Nordschwarzwald, GW1129m im Südschwarzwald und GW4389m auf der Ostbaar.

NABU gegen das „Märchen vom bösen Wolf„
Anlässlich des Wolfstages meldet sich auch der NABU Baden-Württemberg zu Wort und warnt vor einer einseitigen Pro-Jagd-Debatte. „Schnellschüsse waren noch nie hilfreich, und das Märchen vom bösen Wolf müsste längst ausgedient haben. In Wahrheit haben Wölfe als große Beutegreifer eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald. Da sie nicht zwischen Nutz- und Wildtieren unterscheiden können, bleibt wolfssicherer Herdenschutz das Mittel der Wahl“, sagt NABU-Artenschutzreferentin Alexandra Ickes.
„Herdenschutz wirkt, Bejagung nicht“
Die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht auf Bundesebene gefährdet aus Sicht des NABU die Erfolge der vergangenen Jahre beim Zusammenleben von Mensch, Weidetieren und Wolf. „Den Menschen werden einfache Lösungen vorgegaukelt, die eine Bejagung nicht bietet. Der Wolf ist zu Recht ein geschütztes Wildtier. Aufgabe der Politik ist es, Weidetierhaltende weiterhin verlässlich zu unterstützen und zu beraten“, so die Biologin. Eine Bejagung könne wirksamen Herdenschutz nicht ersetzen.
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