Donaueschingen

Donaueschingen - die Stadt an der Donauquelle

Es gibt viele Gründe, Donaueschingen zu besuchen. Zuallererst natürlich die Donauquelle. Sie ist eine Karstaufstoßquelle, die seit dem Besuch des römischen Feldherrn Tiberius im Jahr 15 v. Chr. als historische Donauquelle anerkannt ist. Die Skulptur in der Quellfassung stammt von Adolf Herr und zeigt die „Mutter Baar“, die der jungen Donau ihren 2840 km langen Weg zum Schwarzen Meer weist. Sie wurde erst im Jahr 2016 völlig neu gestaltet. Allerdings, so ganz unumstritten ist die Donauquelle in Donaueschingen dann doch nicht. Immer wieder legen sich die Furtwanger mit den Donaueschingern an, um zu sagen, dass die eigentliche Donauquelle hoch oben auf der Martinskapelle auf ihrer Gemarkung das Licht der Welt erblickt. Hier entspringt nämlich die Breg, der längste Quellfluss der Donau. Na ja, lassen wir die beiden mal streiten und genießen den Anblick der Donauquelle in Donaueschingen.

Nicht weit weg vom Schloss entfernt fließen Brigach, der zweite Quellfluss der Donau, und Breg zusammen und sorgen so für den weltbekannten Spruch: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“. Wer an der Donauequelle steht, der sieht auch schon das Fürstlich Fürstenbergische Schloss, das von der Adelsfamilie bewohnt ist. Das Residenzschloss hat eine bis ins 16. Jahrhundert zurückreichende Baugeschichte. Seine heutige Gestalt erhielt es durch einen Umbau in den Jahren 1893 bis 1896. Die Donaueschinger Residenz vereint seither den repräsentativen Anspruch eines Schlosses mit dem Wohnkomfort einer Villa der Belle Epoque – alles unter dem Vorzeichen eines französisch geprägten Stilempfindens. In der deutschen Schlösserlandschaft steht es dadurch einzigartig da. Herrlich ist der das Schloss umgebende, im englischen Stil angelegte Park, in dem es sich so richtig lustwandeln lässt. Hier findet auch Jahr für Jahr das weltberühmte Reitturnier statt. Die besten Reiter der Welt geben sich hier ein Stelldichein und begeistern jeweils Zehntausende von Zuschauern.

Unübersehbar direkt neben der Donauquelle steht die Stadtkirche St. Johann. Die im böhmischen Barockstil erbaute Kirche krönte die noch junge Residenz von Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg. Wahrzeichen sind bis heute die doppelten Zwiebeltürme, welche zur Erbauungszeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einzigartig waren. Auch museumsmäßig hat Donaueschingen was drauf. Und wieder kommt der Name Fürstenberg ins Spiel. Wir schauen uns die Fürstenberg-Sammlungen an. Das Museum zeigt wichtige Teile der fürstlichen Kunstsammlung und erlesene Ausstellungsstücke zur Geschichte und Kultur des Hauses Fürstenberg. Kleider und Uniformen, Miniaturen und Fotos, Kelche und Pokale lassen den fürstlichen Glanz vergangener Zeiten lebendig werden. Eine besondere Attraktion sind die naturkundlichen Abteilungen. Die Präsentation stammt noch aus dem Jahre 1868, ein Museum im Museum. Ausgestopfte Tiere aus allen Herren Länder: Bären, Tiger und Gürteltiere, Paradiesvögel und Adler sowie Knochen von Mammuts und Sauriern lassen den Rundgang zu einem Erlebnis werden. Ein Highlight ist auch das Museumart.plus, das sich der zeitgenössischen Kunst verpflichtet fühlt und sich mit herausragenden Ausstellungen einen Namen gemacht hat.

Auch das Fasnachtsmuseum der Donaueschinger Narrenzunft sollte man sich ansehen. Ohnehin lohnt sich ein Stadtrundgang in dem pulsierenden Städtchen. 1908 fiel die Innenstadt zwar weitgehend einem fürchterlichen Stadtbrand zum Opfer, an den die Fenster des Sitzungssaales des 1910/1911 wieder aufgebauten Rathauses erinnern. Der beidseitige Aufgang und die Wuchtigkeit des Eingangsbereiches sowie der vorgewölbte Sitzungssaal sind typische Merkmale des Jugendstils. Elemente des Jugendstils finden wir bei unserem kleinen Rundgang auch an anderen Gebäuden. Bevor wir die Stadt verlassen, müssen wir natürlich unbedingt ein Glas Fürstenberg-Pilsener trinken. Seit vielen Jahrhunderten wird hier Fürstenberg-Bier gebraut, und die Brauer sagen selbstbewusst, dass es eines der besten Biere der Welt ist. Muss was dran sein, denn schließlich war es in alten Zeiten schon das Tafelgetränk seiner Majestät, des Kaisers Wilhelm II, der zu den Stammgästen der Donaustadt gehörte.

Ein toller Hoteltip ist das Hotel Concorde.

 

 

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