Die Trockenheit und die Wärme sorgen derzeit für einen dramatischen Anstieg der Waldbrandgefahr. Schon jetzt liegen die ersten Gebiete im Schwarzwald in der zweiten Warnstufe. Am Dienstag soll es dann ganz heftig werden: Im gesamten Schwarzwald gilt beim sogenannten „Waldbrandindex“ zumindest die zweithöchste Warnstufe, und in einer ganzen Reihe von Orten sogar die höchste der fünf Warnstufen. Die Situation wird also brandgefährlich. Mit den ersten Waldbränden des Jahres mussten wir leider ja schon Bekanntschaft machen.
Lage im Südwesten spitzt sich zu
Bereits am Montag wird die Waldbrandgefahr insbesondere im Südwesten Baden-Württembergs weiter ansteigen. Am Dienstag wird es dann ganz schlimm. Nahezu für den kompletten Südwesten des Ländles gilt die Warnstufe Rot. Das ist die zweithöchste Warnstufe, die bei hoher Waldbrandgefahr ausgerufen wird.
Auch im Schwarzwald, dem größten Waldgebiet, spitzt sich die Lage weiter zu. Allein 23 der landesweit 61 Messstellen für die Waldbrandgefahr liegen in der Ferienregion Schwarzwald. Diese haben am Dienstag allesamt mindestens die zweithöchste Warnstufe. Schlimmer noch: An 13 Orten gilt sogar die allerhöchste Warnstufe fünf.
Schwarzwaldorte mit höchster Warnstufe 5
Diese Warnstufe gilt für folgende Orte (in alphabetischer Reihenfolge):
- Baden-Baden-Geroldsau
- Freiburg
- Freudenstadt
- Mühlacker
- Pforzheim-Ispringen
- Rheinau-Memprechtshofen
- Rheinstetten
- Rottweil
- Seebach (Nationalpark Schwarzwald)
- Villingen-Schwenningen
- Wolfach
- Wutöschingen-Ofteringen
So könnt ihr Waldbrände verhindern
Die Behörden fordern in der aktuellen Situation dazu auf, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung von Waldbränden zu halten. Ein Funke genügt, um ein Brand mit oft schlimmen Folgen auszulösen. Hier sind die Empfehlungen des baden-württembergischen Innenministeriums.
- Grillen nur an offiziellen Feuerstellen, sofern diese freigegeben sind
- Feuerwehr per Notruf über unerlaubte Feuerstellen informieren, wenn diese brennen oder noch warm sind. Der Notruf ist kostenlos, auch wenn die Feuerwehr nicht mehr tätig werden muss
- Kleinere Feuer nach Möglichkeit selbst löschen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
- Auf Wanderparkplätzen genug Platz lassen, damit Feuerwehrautos durchfahren können
- Grundsätzliches Rauchverbot im Wald von März bis Oktober beachten
- Vorsicht beim Parken von Autos: Heiße Fahrzeugteile können trockene Wiesen entzünden
- Vorsicht im Umgang mit Maschinen wie Rasenmähern oder Motorsägen: Diese können durch Hitze, Funkenschlag oder durchs Befüllen mit Kraftstoff ebenfalls Brände auslösen
Was tun, wenn es brennt
Wichtig ist es Ruhe zu bewahren und sich und andere Personen nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte.
- Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
- Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
- Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
- Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
Nutzen Sie die kostenfreie App „Hilfe im Wald“, im Notfall könnt ihr die Einsatzkräfte direkt zu ihrem Standort navigieren.






