Warum wird das Ganze überhaupt gemacht? Weil der SWR zeigen will, was hinter diesem Mangelberuf steckt – jenseits von romantischen Schwarzwaldbildern. Es geht um Realität, Verantwortung, Nähe zu Tier und Mensch. Und um zwei Männer, die diesen Beruf nicht nur ausüben, sondern leben.
Ein Beruf im Wandel
Im Mittelpunkt stehen Jörg und Lukas Bretzinger, Vater und Sohn, die im Glottertal und weit darüber hinaus unterwegs sind. Jörg seit über 30 Jahren, Lukas als Rückkehrer aus Berlin, der bewusst wieder Heimatluft schnuppern wollte. Für beide ist die Arbeit mit Tieren eine Herzensangelegenheit – trotz Nächten im Stall, Wochenenddiensten und Einsätzen, die manchmal gefährlich werden. Die Reihe zeigt, wie sich der Beruf wandelt: vom klassischen Einzelkämpfer hin zur großen Gemeinschaftspraxis in Denzlingen, die ein riesiges Gebiet bis an die Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz abdeckt.
Was in Folge 1 passiert
Die Auftaktfolge führt direkt hinein in den Alltag der beiden. Lukas fährt auf den Belchen, wo eine Ziegenherde unter Haarausfall leidet – eine Kleinigkeit, könnte man meinen, doch dahinter steckt oft mehr als nur ein kosmetisches Problem. Sein Vater Jörg kämpft derweil in Bollschweil um drei kranke Rinder, eines davon mit einer schweren Lungenentzündung. Damit die Tiere überhaupt untersucht werden können, müssen sie erst eingefangen werden – ein Moment, der zeigt, wie schnell ein Kuhtritt gefährlich werden kann. Jörg weiß das aus eigener Erfahrung.
Kein Job, eine Lebensentscheidung
Zwischen Bergweiden, Bauernhöfen und Notfällen wird klar: Dieser Beruf ist kein Job, sondern eine Lebensentscheidung. Lukas hätte nach dem Studium in Berlin auch im Büro landen können. Doch er wollte zurück – zu den Tieren, zur Heimat, zum Südschwarzwald. Die beiden nächsten Folgen werden an en beiden nächsten Montagen jeweils zur gleichen Sendezeit ausgestrahlt.






