Was einst als Treffpunkt für Hirten zum Tausch von Kuhglocken begann, hat sich längst zu einem der großen Publikumsmagnete der Region entwickelt. Tausende Besucherinnen und Besucher werden auch in diesem Jahr wieder erwartet.
Vom Kuhglocken-Tausch zum Kult-Volksfest
Der Schellenmarkt blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Bereits 1548 wurde er urkundlich erwähnt – zu einer Zeit, als die Passhöhe noch völlig unbewohnt war. Damals traf sich hier das sogenannte „Gesinde“, also Hirtenbuben, Mägde und Knechte, um ihre Schellen, also Kuhglocken, zu tauschen. Ein harmonisches Geläut galt damals als echtes Aushängeschild eines guten Hirten.
Pfingsten war für das Gesinde übrigens wichtiger als Weihnachten. Selbst die Bauern mussten an diesem Tag den Stall alleine versorgen. Neben Glocken wurden auch selbstgeschnitzte Flöten, Werkzeuge und allerlei Handarbeiten verkauft.
Um 1900 kamen dann die ersten Marktfahrer hinzu. Sie boten neben Schellen auch Süßigkeiten, Strickwaren und allerlei Krimskrams an. Später entwickelte sich daraus Schritt für Schritt das große Volksfest, das heute weit über die Region hinaus bekannt ist.

Das Programm 2026
Und das Programm kann sich auch 2026 wieder sehen lassen: Besucher erwartet ein großer Krämer- und Jahrmarkt mit zahlreichen Marktständen, dazu ein bunter Vergnügungspark mit Kinderkarussell, Bungee-Jumping und weiteren Attraktionen.
Im großen Festzelt sorgen Frühschoppen, Live-Musik und Unterhaltung für beste Stimmung. Am Sonntag spielen ab 11 Uhr „Lauterblech“, später sorgt die Trachtenkapelle Langenschiltach für Unterhaltung.
Der Montag beginnt um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Festzelt. Danach geht es musikalisch weiter mit den „Heimathelden“. Am Nachmittag tritt außerdem die Kinder-Trachtentanzgruppe des MTV Reichenbach auf.

Ein Fest für alle Generationen
Ob Familien mit Kindern, Marktbummler, Musikfans oder Schwarzwald-Liebhaber – beim Schellenmarkt kommt jeder auf seine Kosten. Gerade die Mischung aus Tradition, Volksfeststimmung und Schwarzwälder Geschichte macht den besonderen Reiz des Fohrenbühler Schellenmarkts aus.
Und eines erinnert bis heute an die Ursprünge des Festes: der traditionelle Schellen- und Glockenstand der Familie Moosmann aus Tennenbronn. Dort lebt die Geschichte des Schellenmarkts bis heute weiter.






