Der letzte Live-Auftritt von Mross am vergangenen Sonntag war hochemotional. Der Moderator war sichtlich gerührt und kämpfte mehrfach mit den Tränen. Emotional wurde es auch danach – allerdings in eine andere Richtung.
SWR-Lob – und Mross fühlt sich vorgeführt
Bei der After-Show-Party, zu der der SWR nach der Sendung geladen hatte, würdigten zunächst beim Sektempfang im Europa-Park-Hotel „Santa Isabel“ SWR-Intendant Kai Gniffke und SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler die jahrzehntelange Bedeutung der Sendung und dankten Mross für seine über 20‑jährige Leistung als Moderator. Gleichzeitig rechtfertigten sie die Absetzung der Sendung mit dem enormen finanziellen Spardruck und der strategischen Notwendigkeit, jüngere Zielgruppen digital anzusprechen.
Zahlen nannten sie dazu allerdings nicht. Medienexperten zufolge dürfte eine Sendung rund 250.000 Euro gekostet haben. Das Honorar für den Moderator soll zwischen 8.000 und 10.000 Euro betragen haben.

Mross platzt der Kragen
Für Mross jedenfalls war das Lob der beiden offenbar zu viel der Scheinheiligkeit. Er fühlte sich vorgeführt und rausgeworfen. Mross kritisierte auch, dass sich der SWR bei dem Empfang selbst feiere. „Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich. Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist.“ Er sei nur wegen dem Team gekommen. Der Rest könne sie“am Arsch lecken,“ um nach diesen Worten die Party vorzeitig zu verlassen.
Weiter Spekulationen über Zukunft bei Privatsendern
In der Zwischenzeit halten sich hartnäckig Spekulationen, dass RTL oder Sat.1 die Sendung mit Mross fortsetzen könnten. Seitens des Europa-Parks wurde bereits signalisiert, dass man derartigen Überlegungen gegenüber offen sei. Klar ist: „Immer wieder sonntags“ war die Sendung, die am Sonntagmorgen fast immer die höchsten Einschaltquoten hatte.
Rekordquote zum Finale
Bei der letzten Folge setzte man sogar noch einmal ein ganz dickes Ausrufezeichen: 1,591 Millionen Menschen schalteten am Sonntagmorgen ein, was einem Marktanteil von 22 Prozent entsprach. Das war die höchste Reichweite für die Show seit vier Jahren und der beste Marktanteil seit 2013. Die hohe Einschaltquote dürfte allerings auch damit zu tun haben, dass es sich um die letzte Sendung handelte.
Abschied mit „Best of“ – und viel Wut
Am Sonntag heißt es also mit dem „Best of“ aus allen Sendungen für die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer Abschied von der Sendung zu nehmen. Viele sind enttäuscht, ja wütend, und machten ihren Ärger auch in den sozialen Medien Luft. Allerdings: Es gibt auch welche, die der Sendung keine Träne nachweinen, froh sind, dass es vorbei ist. Aber die sind dann doch deutlich in der Minderzahl.






