41,3 Grad in Saarbrücken
An der offiziellen Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Saarbrücken‑Burbach wurden am Nachmittag vorläufig 41,3 Grad Celsius gemessen. Damit wurde der bisherige Spitzenwert von 41,2 Grad (25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg) knapp übertroffen.
Auch der alte Juni‑Rekord aus dem Jahr 2019 (39,6 Grad in Bernburg an der Saale) wurde deutlich überboten. Insgesamt registrierten heute 147 Messstationen Temperaturen oberhalb der bisherigen Juni‑Bestmarke.
„Glutofen“ Oberrheinische Tiefebene
Besonders betroffen ist auch der Südwesten Deutschlands. Unter einer ausgeprägten Hitzeglocke stauen sich die Luftmassen in der Oberrheinischen Tiefebene, die durch ihre geografische Lage zwischen Vogesen und Schwarzwald als einer der heißesten Landstriche Deutschlands gilt.
Im Ländle purzeln die Rekorde
Für Baden‑Württemberg brachte die Hitzewelle gleich mehrere Rekorde: Bereits am Donnerstag wurde in Waghäusel‑Kirrlach mit 39,0 Grad ein neuer historischer Juni‑Höchstwert für das Bundesland gemessen. Am heutigen Freitag folgte der nächste Rekord: Die Station meldete 40,6 Grad – ein neuer Landesrekord für einen Juni. Der alte Landesrekord lag bei 38,9 Grad und stammt aus dem Jahr 2019. Auh in den Hochlagen des Schwarzwalds wurden spektakuläre Werte gemessen.
Wochenende bis zu 42 Grad erwartet
Am Samstag bleibt es im Südwesten extrem heiß. In Baden‑Württemberg, am Oberrhein und der Kurpfalz werden sogar bis 42 Grad erwartet. Die Nacht auf Sonntag dürfte vielerorts zur Tropennacht werden – mit Tiefstwerten von teils über 25 Grad. Auch hier sind neue Rekorde möglich.
Sonntag extremes Unwetterpotential
Am Sonntag wird es in der Ferienregion Schwarzwald und hier insbesondere am Oberrhein noch einml knackig heiß. Ab Sonntagnachmittag steigt in Baden‑Württemberg die Gewittergefahr deutlich an. Der DWD warnt vor einem extremen Unwetterpotenzial mit schweren Gewittern, heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen – teils bis in die Nacht zum Montag hinein.
Ab Montag deutliche Abkühlung
Mit dem Durchzug der Kaltfront strömt ab Montag kühlere Atlantikluft ein. Die Temperaturen sinken landesweit auf 20 bis 27 Grad und damit wieder auf ein erträgliches Niveau. Die Hitzewelle endet damit abrupt – allerdings erst nach einem potenziell gefährlichen Unwettertag.





