Foto: NABU/S.Hennogs
Verpackungsfreies Einkaufen liegt bei Konsumenten hoch im Kurs
Verpackungsfreies Einkaufen liegt bei Konsumenten hoch im Kurs
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Die ersten „Unverpackt-Läden“

2. April 2017

Na also: Jetzt hat auch Freiburg den ersten „Unverpackt-Laden“. Der deutschen „Green-City“ steht dieses Angebot gut an.

Zu den ersten gehörte Freiburg dieses Mal nicht. „Unverpackt-Läden“ gibt es bereits runde 20 in Deutschland. Unter anderem auch in einer weiteren Schwarzwaldstadt – in Karlsruhe. Doch jetzt hat ein junges Team in der Freiburger Moltkestraße 15 die „Glaskiste“ aufgemacht. Konkret bedeutet dies einzukaufen, ohne Verpackungsmüll zu erzeugen. In Karlsruhe befindet sich das „Unverpacktgeschäft“ auf dem Bahnhofsplatz 8.
Beim Bund für Umwelt und Naturschutz ist man von Entwicklungen wie der in Freiburg oder Karlsruhe begeistert: „Eigentlich will ihn niemand – und trotzdem wird er immer größer: der Verpackungsmüllberg. Im Supermarkt werden selbst ehemals lose Produkte wie Fleisch und Gemüse immer häufiger vorverpackt verkauft. Kein Wunder, dass der Gegentrend in aller Munde ist.
 
Immer öfter eröffnen kleine Supermärkte, die sich dem „unverpackt Einkaufen“ verschrieben haben. In den Läden gibt es neben Obst und Gemüse, Reis und Nudeln auch Olivenöl und Waschmittel – nur ohne Verpackung. Das Ganze funktioniert so: Entweder bringt der Kunde seine eigenen Beutel, Becher oder Schüsseln mit oder die Waren werden im Mehrwegbehältnissen angeboten.

Die eigenen Gefäße werden vor dem Einkauf abgewogen, so dass es nicht nötig ist, ein standardisiertes Gefäß zu kaufen. Zwar erfordert das unverpackte Einkaufen in Reinform ein großes Maß an Planung und Flexibilität bei Produkten und Preisen. Doch es ist notwendig, dass lose und unverpackte Einkaufsangebote wieder stärker den Einkaufsalltag aller Menschen prägen. Die Kunden scheinen stärker dafür bereit zu sein als uns Handel und Industrie glauben lassen.

 

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