Karlsruhe - die Fächerstadt

Karlsruhe - die Fächerstadt

Der Legende nach überkam Markgraf Karl Wilhelm von Baden im Schlaf die Vision einer sternenförmig angelegten Stadt. Die Idee vom Fächer war geboren. Am 17. Juni 1715 wurde der Grundstein zu einer fürstlichen, badischen Residenz gelegt, die schon Voltaire, Goethe, Napoleon oder Heinrich von Kleist begeisterte.
Eine Stadt ohne Mauern, offen für Freunde und Gäste, so präsentierte sich Karlsruhe von Anfang an. In der Rheinebene, zwischen Schwarzwald und Vogesen, waren allerbeste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Städteneubau gegeben.
Auch der faszinierende Grundriss – der Fächer – erregte weltweit Aufsehen. Baumeister Weinbrenner schuf die zahlreichen klassizistischen Bauwerke, die bis heute große Anziehungskraft auf Besucher aus aller Welt ausüben. Karlsruhe – eine europäische Großstadt zwischen Schwarzwald und Rhein, einst badische Residenz und Landeshauptstadt, heute „Residenz des Rechts“, ein Attribut, das sie den höchsten deutschen Rechtsinstanzen, dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof verdankt.

Mehr als 290 000 Menschen leben in der „Stadt im Grünen“. Ein Viertel ihrer Fläche ist von Wald bedeckt, der ebenso bis in den Stadtkern hineinreicht wie der Zoologische Stadtgarten gleich gegenüber dem Hauptbahnhof. Anders als in vielen anderen Städten liegt in Karlsruhe auch das Kongresszentrum mit der repräsentativen Stadthalle verkehrsgünstig im Zentrum und bildet den Rahmen für zahlreiche Kongresse und Ausstellungen. Vor den Toren der Stadt bietet die Messe Karlsruhe 52 000 qm Ausstellungsfläche in vier modernen Messehallen. In der Stadt haben Kunst und Kultur bis heute ihren traditionell hohen Rang behalten. Diesen guten Ruf pflegen das Badische Staatstheater, zahlreiche private Bühnen, die Akademie der Bildenden Künste, die Musikhochschule, die Staatliche Kunsthalle und der Badische Kunstverein sowie andere Einrichtungen aus allen Sparten der Kunst und Kultur.

Einen ganz besonderen Stellenwert hat sich Karlsruhe in der europäischen Kulturszene mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie gesichert. In einem denkmalgeschützten 312 m langen Fabrikgebäude ist seit Oktober 1997 Europas größte Produktionsstätte für Medienkunst untergebracht mit dem weltweit ersten Medienmuseum. Unmittelbare Nachbarn in dem gigantischen Hallenbau mit insgesamt zehn Lichthöfen sind die Städtische Galerie mit ihren Kunstschätzen von Hans Thoma bis Markus Lüpertz und das Museum für Neue Kunst mit seinen rund 1100 Werken zeitgenössischer Kunst aus den vergangenen 40 Jahren. Ein   Highlight ist natürlich auch das Badische Staatstheater Karlsruhe, das weit über die Region hinaus einen glänzenden Ruf genießt.

Der im unverwechselbaren klassizistischen Stil seines Baumeisters Friedrich Weinbrenner bewahrte Marktplatz mit Karlsruhes Wahrzeichen, der Pyramide, und das Schloss, heute Heimat des Badischen Landesmuseums. Dieses Schloss spielt übrigens im wahrsten Sinne des Wortes eine zentrale Rolle in Karlsruhe: Von seinem Sitz aus ließ der Stadtgründer, ganz absolutistischer Fürst, fächerförmig alle Straßen ausgehen. Deshalb gilt Karlsruhe überall als „die Fächerstadt“. Die Europahalle, der Schauplatz internationaler Leichtathletikveranstaltungen und vieler Weltmeisterschaften, gilt als „die gute Stube des badischen Sports“. Seit ihrer „Premiere“ hat die Sportarena mit der beschwingten Architektur eine Vielzahl von Veranstaltungen des internationalen Spitzensports technisch und organisatorisch glänzend bestanden. Mit der dm-arena als Teil der Messe Karlsruhe besitzt Karlsruhe eine Sportstätte, die sich bereits bei den Volleyball-Europameisterschaften der Herren und bei Weltmeisterschafts-Boxkämpfen bewährt hat. 

In Forschung und Wissenschaft genießt Karlsruhe weltweites Renommee. In der Technologiefabrik, die als Modell des Landes Baden-Württemberg eingerichtet wurde, sind junge Unternehmer mit beachtlichem Erfolg innovativ tätig. Mehr als 20 000 Studierende zählt Karlsruhe in seiner Universität und in drei weiteren Hochschulen. Zahlreiche wissenschaftliche Institutionen, allen voran das Forschungszentrum Karlsruhe, betreiben Grundlagenforschung und machen die Ergebnisse anwendbar für die Wirtschaft von morgen.

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