Eine Pforzheimer Erfolgsgeschichte
Für die altgedienten Händler, die „Beschicker“, ist der Markt ein Stück Lebensgeschichte. Manche stehen seit Jahrzehnten an denselben Plätzen, kennen ihre Stammkunden beim Namen und erzählen von Begegnungen, die nur auf einem Flohmarkt passieren können. Viele Aussteller kommen jedes Jahr wieder – ein Zeichen dafür, wie eng die Bindung an den Gruschtelmarkt ist und wie sehr er Teil der Pforzheimer Identität geworden ist.
Was es da nicht alles gibt . . .
Sein Erfolgsrezept ist über die Jahrzehnte gleich geblieben: Echtes Gruschteln statt Massenware. Neuwaren sind strikt verboten. Wer hier stöbert, sucht das Unverwechselbare – Porzellan aus Haushaltsauflösungen, altes Werkzeug, Geschirr, Bücherkisten, Schallplatten, gut erhaltene Textilien und nostalgische Sammlerstücke wie Münzen, Briefmarken oder Postkarten. Zwischen den Ständen tauchen immer wieder Kuriositäten auf: Retromöbel aus den 60ern, Dachbodenfunde, Schmuckstücke mit Patina oder längst vergessene Alltagsgegenstände, die plötzlich wieder eine Geschichte erzählen.
Der Markt hat im Laufe seiner Geschichte verschiedene Standorte erlebt, doch sein Charakter blieb unverändert. Er ist ein Ort des Stöberns, des Entdeckens und des Miteinanders.
Samstag mit Kinderflohmarkt
Besonders beliebt ist neben dem „normalen“ Gruschtelmarkt der Kinderflohmarkt am Samstagvormittag auf dem Platz des 23. Februar. Dann verwandelt sich die Fläche in eine riesige Tauschbörse für Spielzeug, Bücher und Kleidung – ein lebendiges, fröhliches Durcheinander, das vielen Familien zum festen Ritual geworden ist.
Zum Jubiläum wird all das noch einmal spürbar: die Tradition, die Menschen, die Atmosphäre. Wenn am Freitagabend die ersten Lampen angehen und die Händler ihre Schätze ausbreiten, feiert Pforzheim nicht nur einen Flohmarkt, sondern ein Stück Stadtgeschichte, das seit 50 Jahren lebendig geblieben ist.
Öffnungszeiten 2026
- Freitag, 17. Juli: 18:30–22:30 Uhr
- Samstag, 18. Juli: 08:00–16:00 Uhr





