„Wolf hatte keine Überlebenschance“
Wie das Umweltministerium mitteilte, wurden bei der Obduktion komplexe Frakturen im Bereich der Lendenwirbelsäule festgestellt. Da das Tier mit diesen schweren Verletzungen aufgefunden wurde und keinerlei Überlebenschance mehr hatte, mussten Jagdbeamte es von seinen Leiden erlösen. Ein Verkehrsunfall lässt sich im Nachgang zwar nicht absolut zweifelsfrei belegen, gilt jedoch aufgrund der Symptome und der direkten Nähe des Fundorts zur Bundesstraße 500 (B500) als sehr wahrscheinlich.
GW1129m: Viele Jungrinder gerissen
Bei den lokalen Landwirten hinterlässt das Tier einen denkbar schlechten Ruf: Der Wolf soll in der Vergangenheit mindestens zehn Rinder getötet und drei weitere verletzt haben. Allein in Bernau wurden ihm im August 2022 und im Oktober 2023 fünf gerissene Jungrinder genetisch sicher zugeordnet; in einem weiteren Verdachtsfall war kein Nachweis mehr möglich. Auch in Titisee-Neustadt wurde ihm u.a, ein Riss zugeordnet. Hinzu kamen gelegentliche Schafrisse, was dem Rüden in der Bevölkerung schnell den Beinamen „Reißwolf“ einbrachte.
Die aktuelle Wolfspopulation im Schwarzwald
Nach dem Tod von GW1129m leben aktuell noch fünf Wölfe im Schwarzwald. Zudem gibt es Nachwuchs: Erst vor Kurzem wurde ein Welpe fotografiert. Von den verbleibenden Tieren sorgt derzeit nur der Wolf „Grindi“ aus dem Bereich der Hornisgrinde für Aufmerksamkeit, da er sich gelegentlich Menschen nähert. Diese Begegnungen verliefen bislang jedoch ausnahmslos friedlich.





