Allerdings macht die Polizeidirektion Offenburg deutlich, dass es derzeit keine konkreten Beweise für eine Brandstiftung gibt. Auch Hinweise, die auf eine fahrlässige Verursachung hindeuten könnten, wurden bislang nicht entdeckt. Doch die ungewöhnliche Menge der Zwischenfälle und die räumliche Nähe der Brände haben dafür gesorgt, dass die Polizei jetzt indes mit Nachdruck auch dem Verdacht der Brandstiftung nachgeht. Werfen wir erst noch einmal einen Blick auf die Ereignisse.
Die Übersicht: 6 Waldbrände in 4 Tagen – der letzte gestern (14.08)
Die folgende Tabelle zeigt die zeitliche Abfolge der Brände sowie deren aktuellen Status (Stand: 15. August 2026):
| Datum / Uhrzeit | Ort / Genauer Bereich | Ausmaß / Besonderheiten | Aktueller Status |
|---|---|---|---|
| Dienstag, 11.08. (Nachmittag) | Zell am Harmersbach / Biberach | Ca. 20 Hektar Steilhang, massiver Löscheinsatz | Gelöscht; aufwendige Nachlöscharbeiten wegen Glutnestern beendet. |
| Dienstag, 11.08. (Nachmittag) | Steinach | Waldgebiet, dynamische Lage | Gelöscht; ein zwischenzeitlich durch Wind entfachtes Glutnest wurde abgelöscht. |
| Dienstag, 11.08. (Abend) | Biberach / Haslach (an B33) | Böschungs- und Waldbrand | Gelöscht am Dienstagabend. |
| Dienstag, 11.08. (Abend) | Nordrach | Kleinere Waldfläche | Gelöscht in der Nacht auf Mittwoch. |
| Mittwoch, 12.08. (ca. 00:00 Uhr) | Gengenbach-Schwaibach | 2.500 m² Unterholz, Evakuierung von zwei Wohnhäusern | Gelöscht; Bewohner kehrten zügig zurück. |
| Freitag, 14.08. (ab 17:30 Uhr) | Hausach (oberhalb Sportplatz / Mountainbikestrecke) | Größerer Waldbrand in unwegsamem Hanggelände, 1 verletzter Feuerwehrmann | Unter Kontrolle; Gebiet wurde über Nacht auf Glutnester überwacht |
Schwerster Brand vernichtet 20 Hektar Wald
Der schwerste Brand war der zwischen Zell am Harmersbach und Biberach, bei dem rund 20 Hektar Wald vernichtet wurden, was einer Größenordnung von rund 28 Fußballfeldern entspricht. Beim Brand in Gengenbach-Schwaibach mussten zwei Wohnhäuser vorsichtshalber vorübergehend evakuiert werden.

Über 600 Einsatzkräfte waren in den betroffenen Gebieten stundenlang unter oft schwierigsten Bedingungen im Einsatz. Bei einem Besuch vor Ort machten sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir und Landwirtschaftsministerin Marion Gentges ein Bild von der Lage und würdigten die großartige Arbeit der Einsatzkräfte.
Polizei appelliert: Verdächtige Beobachtungen sofort melden
Wer an Waldrändern oder in der Nähe der betroffenen Gebiete – insbesondere rund um die Bundesstraße 33, in Zell am Harmersbach, Steinach, Gengenbach-Schwaibach oder im Bereich des Sportplatzes Hausach – ungewöhnliche Personen, Fahrzeuge oder Aktivitäten bemerkt hat, soll sich umgehend beim Kriminaldauerdienst Offenburg unter der Rufnummer 0781/212820 oder über den Notruf 110 melden.






