Gleich bei zwei Einsätzen musste die Bergwacht zusammen mit der Feuerwehr Personen aus der leeren Schwarzenbach-Talsperre bergen. Was harmlos aussieht, ist richtig gefährlich. Schnell bricht man ein, versinkt mn wie man hinten sieht -bis zu den Knien im Morast.
Gleich bei zwei Einsätzen musste die Bergwacht zusammen mit der Feuerwehr Personen aus der leeren Schwarzenbach-Talsperre bergen. Was harmlos aussieht, ist richtig gefährlich. Schnell bricht man ein, versinkt mn wie man hinten sieht -bis zu den Knien im Morast.

Bergwacht: 2 Einsätze – leerer Schwarzenbach-Stausee wird zur Falle

28. April 2026
Der Blick in den trockengelegten Stausee lockt derzeit viele Neugierige an – doch was harmlos aussieht, kann schnell zur Gefahr werden. Gleich zweimal musste die Bergwacht Karlsruhe am Sonntag, 26. April 2026, zur Schwarzenbachtalsperre bei Forbach im Nordschwarzwald ausrücken.

Grund für den Andrang: Die Talsperre ist wegen Sanierungsarbeiten aktuell komplett entleert – ein spektakulärer, ungewohnter Anblick, der viele Besucher anzieht. Dagegen ist auch eigentlich gar nicht viel zu sagen, ist es doch das erst das vierte Mal in 100 Jahren, dass der See abgelassen wurde. Mehr als ein- oder zweimal sieht man dies nicht in seinem Leben.

Gefährlich wird es allerdings dann, wenn man alle Warnungen in den Wind schlägt, von den sicheren Uferwegen abgeht und den vermeintlich trockenen Seeboden betritt. Das Seegelände hat es nämlich in sich, wie es sich am vergangenen Wochenende wieder zeigte.

Sturz im steilen Uferbereich

Der erste Alarm ging gegen Mittag ein. Eine Frau war im hinteren Bereich der Talsperre im steilen, abschüssigen Ufergelände ausgerutscht und hatte sich dabei verletzt. Für die Einsatzkräfte der Bergwacht Karlsruhe begann eine anspruchsvolle Rettung: In dem unwegsamen Gelände musste die Patientin zunächst aus dem Stauseekessel geborgen und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden.

Morast wird zur gefährlichen Falle

Am Nachmittag dann der zweite Einsatz – und der hatte es in sich. Ein Mann hatte sich im mittleren Bereich des entleerten Stausees so verletzt, dass er nicht mehr selbstständig laufen konnte.

Das Problem: Der Untergrund ist tückisch. Sandiger, matschiger Morast sorgt dafür, dass man teilweise bis zu den Knien einsinkt. Da kommst du nicht mehr alleine raus. Ein Transport zu Fuß über rund 300 Meter wäre zu langwierig und riskant gewesen. Die Einsatzkräfte entschieden sich deshalb für eine schnellere Lösung – und forderten einen Rettungshubschrauber an. Per Winde wurde der Verletzte schließlich aus dem Stausee geborgen und in eine Klinik geflogen. Beide Einsätze erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Forbach.

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