Foto: Bergwacht Schwarzwald
Wurde verletzt geborgen: eine amerikanische Frau, die von ihrem Navigationssystem in die Irre geführt wurde.
Wurde verletzt geborgen: eine amerikanische Frau, die von ihrem Navigationssystem in die Irre geführt wurde.
Foto: Bergwacht Schwarzwald

Navi „spinnt“: Bergwacht rettet verletzte Frau aus steilem Gelände

21. April 2026
Es müssen dramatische Minuten gewesen sein, die sich da an den Zweribachwasserfällen im Landkreis Emmendingen abgespielt haben. Eine Frau war ihrem Navigationssystem gefolgt, das sie dann aufgrund einer fehlerhaften Navigation vom Weg abbrachte, sie in steiles, unwegsames Gelände führte, wo sie prompt stürzte und sich schwerere Verletzungen zuzog.

Hubschrauber setzt Notärztin mit Seilwinde ab

Nachdem der genaue Standort der Patientin im bewaldeten Gebiet lokalisiert worden war, erreichten die Einsatzkräfte der Bergwacht den Unfallort zu Fuß. Parallel dazu setzte ein Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung eine Notärztin mittels Seilwinde bei der Patientin ab. Die Frau hatte sich bei dem Sturz mehrere Verletzungen zugezogen, besonders schwere an der Schulter.

Verletzte mit Hubschrauber geborgen

Einsatzkräfte der Bergwacht-Ortsgruppen Waldkirch und Hochschwarzwald übernahmen anschließend die notfallmedizinische Erstversorgung und transportierten die Patientin in einer Gebirgstrage unter Seilsicherung rund 50 Meter hangabwärts. An einer geeigneten Stelle im Gelände wurde die Verletzte schließlich per Seilwinde aus dem unwegsamen Bereich geborgen und mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Gleich doppelt gefordert: der Hubschrauber. Erst musste er mit der Seilwinde die Notärztin absetzen und dann die verletzte Frau in die Klinik fliegen. Symbolbild. Foto: DRF

Bergwacht: Dem Navi nicht blind vertrauen

Es war übrigens nicht das erste Mal, dass die Bergwacht Personen retten musste, die aufgrund einer fehlerhaften Navigation in eine gefährliche Lage geraten waren. Erst im Winter hatte es in einem ähnlichen Fall einen Einsatz gegeben – damals in der Ravennaschlucht. Auch hier waren Touristen vom Weg abgekommen. Die Bergwacht empfiehlt deshalb, Navigations-Apps nicht blind zu vertrauen. Am besten aufgehoben ist man mit den Angeboten der örtlichen Tourismusagenturen.

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