Isteiner Schwellen: einst gefürchtet von Schiffern
So lange ist es noch gar nicht her, dass die Stromschnellen ein gefährliches Hindernis für die Schifffahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Breisach darstellten. Über Jahrhunderte wurden sie von den Schiffern gefürchtet – und das zurecht: Immer wieder kam es an den Isteiner Schwellen zu Schiffsunglücken, darunter auch schweren. So etwa in den Jahren 1646 und 1756, als mehrere Menschen bei Schiffbrüchen ums Leben kamen.

Erst im 20. Jahrhundert entschärfte sich die Lage: Der Bau des 50 Kilometer langen, sechs Meter tiefen und 130 Meter breiten Rheinseitenkanals (Grand Canal d’Alsace) auf französischer Seite ermöglichte es, den Schiffsverkehr zwischen Kembs und Neuf-Brisach bzw. Weil am Rhein und Breisach umzuleiten – vorbei an den Isteiner Schwellen. Die Gefahr war gebannt.
Heute ein Natur- und Badeparadies
Zurück blieb ein Stück Altrhein mit den Isteiner Schwellen – heute ein beliebtes Ausflugs- und Naherholungsziel. An diesem idyllischen Abschnitt des Rheins lässt es sich wunderbar planschen oder einfach die Seele baumeln lassen – mitten in herrlicher Natur.
Vorsicht ist geboten
Doch Vorsicht ist geboten: Warnschilder am Ufer weisen auf die Gefahr durch plötzlich ansteigendes Wasser hin. Das kann passieren, wenn zur Wasserregulierung im Kanal das Stauwehr Märkt geöffnet wird – dann fließt Wasser ohne Vorwarnung in den Altrhein.
Beeindruckend: der Isteiner Klotz
Geologisch sind die Isteiner Schwellen Überreste eines ehemaligen Juramassivs – ihren spektakulärsten Ausdruck finden sie im nahegelegenen, berühmten Isteiner Klotz.

Bild: Von Lithothek – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=163708
Wer die Schwellen besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher dorthin machen. Es lohnt sich – den Klotz muss man einfach mal gesehen haben! Dort könnt ihr an Hochwassermarken sehen, wo der Rhein früher geflossen ist und eine spektakuläre Kapelle gibt auch. Mehr dazu im Beitrag www.schwarzwald-aktuell.eu/gschichtle/gschichtle-83-isteiner-klotz-einst-fels-in-der-brandung/






