Foto: Foto: Von Taxiarchos228 - Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31562419
Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es. Doch langsam: Im Markgräflerland geht es da bei der Buurefasnet erst richtig rund. So sind u.a. drei große Umzüge angesagt, die euch hier näher vorstellen.
Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es. Doch langsam: Im Markgräflerland geht es da bei der Buurefasnet erst richtig rund. So sind u.a. drei große Umzüge angesagt, die euch hier näher vorstellen.
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Auf zur Buurefasnet: Am Sonntag, 22.02., drei Umzüge im Markgräflerland

19. Februar 2026
Aschermittwoch: Das Heulen und Wehklagen ist groß. Vielerorts ist die Hex ist verbrannt, die Geldbeutel gewaschen und das Häs wird wieder im Schrank verstaut. Alles vorbei mit der Fasnet also? Langsam, langsam, von wegen alles: In Orten des Markgräflerlands geht es am kommenden Wochenende erst richtig los. Die größten Umzüge sind dabei in Sulzburg, in Weil am Rhein und in Hauingen angesagt.

Warum die 3 eine Woche später feiern

Die Buurefasnet – auch Bauernfasnet oder Alte Fasnet genannt – ist kein verspäteter Nachzügler, sondern ein historisches Relikt. Viele vermuten einen Zusammenhang mit der Einführung des gregorianischen Kalenders. Tatsächlich liegt der Ursprung jedoch weiter zurück.

Im Jahr 1091 wurde auf der Synode von Benevent der Beginn der Fastenzeit vorverlegt, nachdem die Sonntage nicht mehr als Fasttage galten. Um weiterhin auf 40 Fasttage zu kommen, musste der Start entsprechend früher angesetzt werden. In einigen Regionen – etwa in Vorarlberg, der Schweiz und Teilen von Südwestdeutschland – blieb jedoch die ursprüngliche „alte“ Fastnacht im bäuerlichen Brauchtum erhalten oder wurde später wiederbelebt.

Buurefasnet in Sulzburg

In Sulzburg beginnt das närrische Wochenende bereits am Freitag mit zahlreichen Veranstaltungen. Höhepunkt ist der große „konfettifreie“ Sulzbachtal-Narrenumzug am Sonntag um 13.31 Uhr. Rund 100 Zünfte und Cliquen mit etwa 3.000 Hästrägern und Guggenmusikern werden erwartet.

Der Umzug führt vom Stadtrand durch das historische Stadttor zum Marktplatz, wo im Narrendorf Platzkonzerte stattfinden. Bei Einbruch der Dämmerung findet die Buurefasnet ihren Ausklang in den Scheibenfeuern. Vom Bubenberg und auch von anderen Höhen im Markgräflerlandes sausen an diesem Sonntagabend die brennenden Holzscheiben, die zuvor an einem langen Stecken im Feuer zum Glühen gebracht wurden, mit den unterschiedlichsten Scheibensprüchen ins Tal. 

Weitere Informationen: Sulzburger Buurefasnet

Die Fasnet nach der Fasnet ist die Buurefasnacht: Nicht überall hängt das Häs nach Aschermittwoch wieder im Schrank.
Foto: © Chris Keller/Schwarzwald Tourismus

Buurefasnet in Weil am Rhein

Auch in Weil am Rhein zieht am Sonntag ab 13.30 Uhr ein großer Umzug durch die Innenstadt. Tausende Hästräger, Musiker und Guggenformationen aus der gesamten Region und darüber hinaus präsentieren ihre farbenfrohen Kostüme und Masken und treiben symbolisch den Winter aus.

Das Programm erstreckt sich über mehrere Tage: Hemdglunkgi, Kinderfasnacht, Schnitzelbangg-Singen, Zunftabende, Monsterkonzert, Narrendorf, Hallenveranstaltungen und Fasnachtsfeuer sorgen für Dauerbetrieb im Ausnahmezustand.

Weitere Informationen: IG Weiler Straßenfasnacht

Buurefasnet in Hauingen

 Auch Hauingen, ein Ortsteil von Lörrach, ist bei den Fans der Buurefasnacht eine ganz heiße Adresse. Auch hier treffen sich wie in Weil am Rhein jede Menge Narren aus nah und fern zum großen Umzug. Los geht es am Sonntag, 18. Februar, um 13.30 Uhr. Auch hierzu werden Tausende Hästräger erwartet, die in dem schmucken Dorf wieder eine großartige Straßenfasnacht, ein farbenfrohes Spektakel bieten werden. Die Buurefasnethat hier übrigens eine lange Tradition. Erste Belege reichen bis ins Jahr 1850 zurück.

Weitere Informationen: Buurefasnacht Hauingen

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