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Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen hat über 83 000 Einwohner und ist am 1. Januar 1972 im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg aus den ehemals selbstständigen Städten Villingen und Schwenningen entstanden.

Doch der Reihe nach. Villingen-Schwenningen hat über 83 000 Einwohner und ist am 1. Januar 1972 im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg aus den ehemals selbstständigen Städten Villingen und Schwenningen entstanden.

Die eine Stadt badisch, die andere württembergisch. Wo mehr als hier in Villingen-Schwenningen machen die Baden-Württemberger gemeinsame Sache? Villingen-Schwenningen nennt sich denn auch stolz die „Baden-Württemberg-Stadt“. Villingen ist eine alte Zähringerstadt. Große Teile der ehemaligen Stadtmauer sowie drei der einst vier Stadttore sind erhalten geblieben. In der historischen Altstadt gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Viele stolze Bürgerhäuser, alte Türme und natürlich vor allem das Münster „Unserer Lieben Frau“. Sie sollten sich einmal das herrliche bronzene Kirchenportal von Klaus Ringwald ansehen. Und wenn Sie genau schauen, entdecken Sie vielleicht den ehemaligen Nationaltorhüter Sepp Maier, dem Ringwald, der in seine Kunstwerke immer wieder Personen der Zeitgeschichte einarbeitet, hier ein „Denkmal“ gesetzt hat. Und das an einer Kirchentür. Bemerkenswert auch der Franziskanerkomplex: ein Kloster, in dem heute das Museum und wohl einer der schönsten Konzertsäle Deutschlands untergebracht sind. Jede Menge los ist im Städtle übrigens Jahr für Jahr an Fasnet. Villingen ist eine der ganz großen Hochburgen. Vom „Schmotzigen Donnerstag“ bis Aschermittwoch steht die Stadt Kopf. Sie werden begeistert sein.

Der andere große Stadtbezirk Schwenningen war einstmals die größte Uhrenstadt der Welt, ehe eine Strukturkrise in den 1970er- und 1980er-Jahren das Ende für Weltfirmen wie Kienzle und Mauthe bedeutete. Geblieben davon ist ein schönes Uhrenindustriemuseum. Auch das Heimatmuseum auf dem Muslenplatz, Schwenningens gute Stube, ist sehenswert. Und wer dort ist, kann dann auch gleich einen Bummel durch die Fußgängerzone anhängen. Gerade auch als pulsierende Einkaufsstadt hat sich Schwenningen einen Namen gemacht. Und natürlich als Eishockeystadt. Von September bis März jagen hier die Eishockeystars in derhöchsten deutschen Eishockeyliga, der DEL, dem Puck nach. Der rasante Sport, die tolle Stimmung: ein einmaliges Erlebnis.

Bekannt ist Schwenningen natürlich vor allem auch als Ursprungsort des Neckars. Die  Neckarquelle, die anlässlich der Landesgartenschau völlig neu gestaltet wurde,  findet man im Stadtpark Möglingshöhe. Hochinteressant das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos, das mit seinem Wasser die Neckarquelle speist. Ein wunderbarer Rundweg führt durch das Naturschutzgebiet. Apropos Neckar: Weil der vor einigen Jahrzehnten noch übles G’schmäckle verbreitete, verbannten ihn die Schwenninger unter die Erde in die Kanalisation. Jetzt hat die Stradt ihren Neckar wieder. Und einen Neckarpark dazu. Er wurde 2010 offen gelegt.  

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