Offenbruger Altstadt

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Offenburg - „Hauptstadt“ der Ortenau

Offenburg hat viele Schokoladenseiten: Messe- und Medienstadt, Kultur- und Einkaufsstadt, Weinstadt, Tor zum Schwarzwald. Und wer an einem der vielen Offenburger Sonnentage im Stadtzentrum im Straßencafé sitzt, spürt sofort, warum diese Stadt so heißt: Die Offenburger sind aufgeschlossen, das Stadtbild ist heiter und sympathisch, die Atmosphäre freundlich und angenehm, leicht, offen – Offenburg ist eine europäische Wohlfühlstadt. Umgeben von einer der schönsten Landschaften Deutschlands, der Ortenau. So kündigen die Offenburger selbst ihre Stadt an.

Die Geschichte Offenburgs reicht viele Jahrhunderte zurück. Ja, schon zu Zeiten der Römer spielte Offenburg eine Rolle. Urkundlich erstmals erwähnt wurde es dann 1101. Und schon im Jahre 1240 erhob Kaiser Friedrich II. die heutige Ortenaumetropole zur Reichsstadt. 1689 war ein schwarzes Jahr für die Offenburger. 

Die Stadt wurde von den Franzosen fast völlig zerstört. Nur das ehemalige Kapuzinerkloster überstand denden großen Stadtbrand von 1689. Die einschiffige Kirche hat spätbarocke Holzaltäre, eine Martin-Orgel aus dem Jahr 1822 und eine Kanzel im Empire-Stil. Sehenswert ist auch die Heilig-Kreuz-Kirche, deren Turm die Häuser der Innenstadt überragt. Der Hoch-altar stammt aus dem Jahre 1740 und wurde von Franz Lichtenauer geschaffen. Vor der Kirche steht eine gewaltige Ölberggruppe. Sie gilt heute als das bedeutsamste Kulturdenkmal Offenburgs.

Eine wahre barocke Pracht entfaltet sich in der Hauptstraße. Hier finden Sie den ehemaligen Königshof, in dem heute die Polizei residiert. 1714–1717 entstand er als Verwaltungsgebäude der Landvogtei Ortenau. Damals gehörte Offenburg übrigens noch zu Vorderösterreich. Erst die napoleonischen Kriege machten dem Einfluss der Habsburger ein Ende. 1803 kam Offenburg zum Großherzogtum Baden. Knapp 50 Jahre später war die Stadt Zentrum der Badischen Revolution 1848/49. Spuren der Habsburger zeigt noch das Rathaus von 1741. Seine Fassade schmückt der stolze österreichische Doppeladler. Die Ur-sulasäule vor den Rathaus ist der Schutz-patronin der Stadt gewidmet. Die Heilige Ursula soll im Juli 1638 auf der Stadt-mauer erschienen sein, um einen Angriff von feindlichen Truppen abzuwehren.

Beeindruckend sind auch der ehemalige Königshof, das Judenbad in der Bäckergasse, der malerische Fischmarkt, das Salzhaus mit seinem klassizistischen Stil, um nur einige der Offenburger Highlights zu nennen. Im ehemaligen, aus dem Jahre 1784 stammenden Ritterschaftshaus in der Ritterstraße ist heute das Museum und das städtische Archiv untergebracht. Wer sich für historische Themen wie Alltagsgeschehen, dramatische Ereignisse der Stadtgeschichte seit dem Mittelalter, archäologische Funde, Mineralien und Gesteine aus dem Schwarzwald, Natur und lokale Kunst interessiert, ist hier richtig. Auf dem Platz der Verfassungsfreunde steht die 20 m hohe Aluminiumskulptur des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky und erinnert an die wichtige Rolle der Stadt innerhalb der deutschen Demokratiebewegung.

Offenburg, das ist allerdings nicht „nur“ eine Stadt mit viel Geschichte. Das Offenburg von heute ist auch modern, ist Messe-, Kultur- und Medienstadt. Letzteres natürlich vor allem wegen des Burda-Verlags, der hier seinen Sitz hat.

Wen es in die Natur zieht, der kann von Offenburg aus über sonnige und gut beschilderte Wege prächtig durch die weiten Rebhänge auf die Schwarzwaldhöhen wandern. Sonnendurchflutete Weinberge, ein weiter Blick in die Rheinebene bis hinüber zum Straßburger Münster – die Ortenau brachte schon Johann Wolfgang von Goethe ins Schwärmen: „In keinem anderen Land strahlt die Sonne heller, ist der Himmel blauer als hier.“ Entlang der Ortenauer Weinstraße ist die Landschaft farbenprächtig und heiter. Obstbäume und Weinreben, fachwerkgeschmückte Winzerdörfer und herrliche Aussichtspunkte erfreuen die Sinne.

 

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