Kein Zweifel, die Haslacher sind stolz auf ihr Städtchen. Und das zu Recht. Schließlich hat nicht jeder eine Altstadt, die seit 1978 komplett unter Denkmalschutz steht. Und schließlich taucht auch längst nicht jeder Städtenamen des gelobten Badner Lands im heute wieder viel gesungenen Badner Lied auf. Das haben außer den Haslachern nur noch Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Raststatt und Heidelberg geschafft. Doch die sind ja allesamt ein bisschen größer als das schmucke Städtchen im Kinzigtal. Aber, wie heißt es doch in der zweiten Strophe: „Zu Haslach gräbt man Silbererz …“. Ja, der Abbau des Silbererzes hat Haslach im 13. Jahrhundert eine richtige Hochblüte beschert.

Heute legt das sehenswerte Besucherbergwerk, die Grube „Segen Gottes“, Zeugnis von den vergangenen Bergbauzeiten ab. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Haslach als Marktstadt weiter. Seine für die damalige Zeit breiten Marktstraßen und Plätze sind bis heute vollständig erhalten geblieben und verleihen zusammen mit den engen Wohn- und Handwerkergassen dem malerischen Altstadtkern, der fast ausschließlich aus barocken Fachwerkhäusern besteht, ein einmaliges Flair. Haslach ist Mitglied der „Deutschen Fachwerkstraße“, der „Elfenbeinliga“ deutscher Städte. Mit fast 60 Fachgeschäften, Bistros, Cafés und Restaurants auf der Fläche der mittelalterlichen Stadt, die gerade mal 300 Meter im Kreisdurchmesser der Stadtmauern aufweist, und über 90 Markttagen im Jahr ist sie quicklebendig.

Eine große Attraktion ist auch das Schwarzwälder Trachtenmuseum. Es ist im „Alten Kapuzinerkloster“ untergebracht, der einzig vollkommen erhaltenen barocken Klosteranlage des Kapuzinerordens im ganzen süddeutschen Raum. Zu den sehenswerten Gebäuden gehört auch die Kirche, das Wahrzeichen des Orts mit ihren zwei Türmen. Der eine barock, der andere gotisch. Und da ist auch noch der Freihof. Er wurde 1913 von dem alemannischen Dichterpfarrer Dr. Heinrich Hansjakob (1837–1916) als Alterssitz erbaut. Seit 1964 beherbergt er das Hansjakob-Museum und Hansjakob-Archiv. Das Museum dokumentiert anhand zahlreicher Exponate das Leben des in Haslach geborenen, berühmten vielseitigen Schriftstellers, Pfarrers und Politikers, der so viele Spuren hinterlassen hat. Im Freihof werden auch ständige Ausstellungen der drei Haslacher Maler Louis Blum (1822–1854), Carl Sandhaas (1801–1859) und Otto Laible (1898–1962) präsentiert.

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